Man hofft auf den Goodwill der Märkte

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(Bild: Christoph Wenaweser (VU) zeigte anhand der Vergangenheit auf

Budget-Pattern

Seit Jahren das gleiche Playbook – Budget knapp, Abschluss mit Upside. Christoph Wenaweser (VU) fordert mehr Planungs-Security: In 12 Jahren lag die Landesrechnung kumuliert über 1,8 Mrd. CHF über Budget, das Betriebsergebnis allein +1,58 Mrd. Gründe: Sondereinnahmen, schwer schätzbare Steuern, teils ungenutzte Budgets. Brigitte Haas: «Der Staatshaushalt ist weiterhin solide aufgestellt, aber die Herausforderungen nehmen zu.»

Outlook

2026–2029 zeigt operativ durchgehend Minus (kumuliert –377 Mio.); Revenues +0,9% p. a., Costs +1,2%. Mit 2,5%-Planrendite dreht das Finanzergebnis zu kleinen Gewinnen (total 108 Mio.). Reserven bleiben bei >3 Mrd. stabil, wenn Annahmen halten. «Liechtenstein ist nach wie vor sehr gut gebettet», so Johannes Kaiser (FBP). Der Spielraum für neue wiederkehrende Ausgaben bleibt begrenzt.

Debate

DpL kritisiert die Market-Dependence. Simon Schächle: «Die Planung zeigt auf den ersten Blick Stabilität, beruht jedoch auf der Gunst der Märkte». Martin Seger: «Der Staatshaushalt ist nicht aus eigener Kraft ausgeglichen.» Marion Kindle-Kühnis: «Ein Staat, der nur auf ein gutes Finanzergebnis hoffen kann, steht auf wackligen Beinen». Thomas Vogt (VU): «Wir müssten Massnahmen ergreifen, die in der derzeitigen finanziellen Situation nicht gerechtfertigt sind.»

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