Study-Vibes
Eine neue HSG-Studie mit rund 1200 Teilnehmenden zeigt: Male Bosses bekommen bei Family-Work-Struggles deutlich mehr Support als weibliche Führungskräfte. Die drei verknüpften Studien liefen in mehreren Ländern – mit fast identischen Ergebnissen. Jamie Gloor, Studienleiterin und Professorin an der HSG, erklärt: «Wir haben die Daten ja in verschiedenen Ländern untersucht, und normalerweise gibt es grössere Unterschiede zwischen den Ländern».
Support-Gap
Mitarbeitende sind laut Studie im Schnitt 14 Prozent motivierter, männlichen Führungskräften bei familiären Belastungen zu helfen; über alle Schritte bis zur tatsächlichen Hilfe beträgt der Gap sogar 63 Prozent. Männer müssen oft nicht einmal nach Hilfe fragen, während Frauen häufiger allein durchziehen, mehr mentalen Load und höheren individuellen Arbeitsaufwand haben.
Hidden Bonus
Gloor betont: «Man kann sich vorstellen, dass Führungskräfte, die mehr Unterstützung von ihren Mitarbeitenden erhalten, auch bessere Leistungen erbringen.» Unsichtbare Extra-Hilfe lässt männliche Performance höher wirken. Bekannt sind dazu «Fatherhood Bonus» und «Motherhood Penalty». Gloor warnt: «Wir sollten uns aber bewusst sein, dass dies unterschwellig zur Ungleichheit beitragen kann» und fordert mehr Awareness für Needs und faire Unterstützung.
