Kein Platz für Art, Bro?
Stein Egerta, die für ihre local Art Exhibitions berühmt war, musste diese nach einem Umbau stoppen. «Wir haben echt hart darüber gegrübelt, ob es ’ne Möglichkeit gäbe für Ausstellungen, aber am Ende ging’s einfach nicht mehr», meint Studienleiter Sebastian Frommelt. Trotz zahlreicher Anfragen für Ausstellungen, war durch die neue Raumgestaltung einfach kein Platz mehr dafür.
Chillige Präsenz durch Leihgaben
In der neuen Cafeteria der Stein Egerta gab’s aber eine graue Wand, die perfekt für eine Ausstellung war. «Ich sass da so rum und dachte, an der Wand könnte echt was hängen», erzählt Sandra Eichele, die für die Raumgestaltung zuständig ist. Sie ging damit zu Geschäftsführer Daniel Quaderer, der sofort an Martin Frommelts Werke dachte. «Als ich die Idee hörte, dachte ich, der Vähtreb würde hier gut passen», sagt Sebastian Frommelt. So kam die Idee auf, in der Cafeteria längerfristig Kunst von local Artists auszustellen.
«Serie soll unsere Roots zeigen»
Ausgestellt sind jetzt acht Doppelseiten der «Vähtreb»-Druckserie von 1974 bis 1986. «Ich habe die Werke zusammen mit meinem Dad ausgesucht», sagt Frommelt. Die Bilder zeigen Viehherden aus verschiedenen Perspektiven. «Die Serie zeigt das Lebensgefühl der Menschen und ihrer Tiere in den Alpen. Sie soll zeigen, dass wir von der Viehwirtschaft kommen», erklärt der Studienleiter.
Die Ausstellung wird intern eröffnet, damit die Mitarbeiter über die Werke Bescheid wissen. «Wir sind ein Ort der Bildung und Kultur und wollen, dass die Kunst gewürdigt wird», sagt Sebastian Frommelt.
Satellitenprojekt in den Bergen
Als zusätzliches Projekt sollen weitere Werke der «Vähtreb»-Serie in der Pfälzerhütte gezeigt werden. «Unsere Idee war, eine Verbindung zwischen unserem Ort der Bildung und Kultur und den Bergen zu schaffen, in denen Frommelt seine Druckplatten erstellt hat», erklärt Sebastian Frommelt.
Zur Ausstellung organisiert die Stein Egerta eine Kulturreise ins Museum Kolumba in Köln, wo mehrere Werke von Martin Frommelt ausgestellt sind.
