Job im Mega-Freezer
Im Tiefkühllager der Hilcona AG in Schaan herrschen konstant rund -25 Grad. Logistiker Rudolf Fleisch arbeitet dort im zwölf Meter hohen Hochregallager und wirkt dabei komplett unbeeindruckt von der Frost-Atmosphäre. Sein Statement: «Der Körper gewöhnt sich daran.» Schutzkleidung ist Pflicht – aber nur begrenzt waschbar, sonst verliert die Wattierung den Chill-Schutz.
Fit im Frost-Modus
Fleisch setzt auf normale Arbeitsschuhe: «An den Füssen friere ich nicht. Und mit diesen Schuhen kann ich mich besser bewegen.» Thermounterwäsche ist für ihn no go, sie würde den Körper «zu sehr verwöhnen». Die Luft sei trocken, darum fühle sich die Kälte anders an. Standard ist ein 45-Minuten-Shift im Lager plus 15 Minuten Warm-up in der Vorhalle. Sein persönlicher Highscore: drei Stunden am Stück – «Aber ich muss zugeben, da wurde auch mir langsam kalt».
Hardcore-Team im Kälte-Game
4000 Paletten-Spots für Gnocchi, Pizza und Burger, zehn LKW pro Tag, neun Leute im Team. Fleisch betont: «Man darf nicht zimperlich sein und muss gut im Team zusammenarbeiten.» Der Kälte-Wärme-Wechsel sei gerade im Sommer heftig: «Das muss der Kreislauf schon mitmachen.» Die Truppe gilt als selten krank. Fleisch arbeitet seit 25 Jahren bei Hilcona und sagt: «Gerade weil wir ein besonderes Team sind, gefällt es mir sehr gut. Und ich kann mir gut vorstellen, bis zur Pensionierung hier zu bleiben.»
