Lit-Parcours mit Secret-Location-Vibes
Beim Literatourparcours «Fremdgehen» rund ums Haus Gutenberg in Balzers wurden Off-Limits-Spaces geöffnet und gleichzeitig frische Autor*innen gefeatured. Im ehemaligen Archiv der Sallettiner-Patres las Martina Caluori aus «Schatten der Pinus» eine Kurzgeschichte über eine Frau, die als Jugendliche ihr misshandeltes Kind begraben musste und aus einem gewalttätigen Umfeld floh. Ihr Claim: «Ich wollte eine eigene Geschichte mit der älteren Dame machen, damit sie die Möglichkeit erhält, gehört zu werden.»
Rosengarten, Retro-Vibes und Dialekt-Stories
Im Rosengarten droppte Karin Mayerhofer Mundart-Stories aus «Gschechtä vo Liächtäschtä» über ihre Vaduzer Grossmutter ohne Zentralheizung, mit Job in der Spinnerei Spoerry und Gossip mit dem Buschauffeur. Ihr Kommentar: «Ich mochte es gar nicht, wenn sie dabei über mich sprach.»
Language-Nerd-Session in der Bibliothek
Initiant Alon Renner startete mit «Words dont come easy» und klärte über False Friends wie «Public Viewing» auf. In seiner «Sprachwissenschaftlichen Reise durch die Gemeindebibliothek Balzers» analysierte er Sprachentstehung, Weltsprache-Ideen, Imperialismus und Identität: «Kann man sprechen, wird man sozialer» und «Die Sprache ist die Seele der Gemeinschaft, in der wir leben.»
Comedy-Finale im Alten Pfarrhof
Tanja Kummer performte Texte aus «Bigoscht» und «Elvezia», inklusive Lines wie: «Einfach mal durchs Einkaufszentrum gehen und dankbar sein für Alles, was ich nicht brauche.» Ihr Mix aus Hochdeutsch, Mundart und Wortspiel-Overload setzte den humorvollen Schlusspunkt.
