Liechtensteins Gasvorrat droppt 9,5 Mille im Wert

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Hier sollen Liechtensteins Gasreserven lagern: Haidach ist der zweitgrösste Speicher Mitteleuropas. (Bild: MANFRED FESL)

Die Energiekrise, die nicht kam

Erinnert ihr euch noch an die Aufregung vor zwei Jahren, als Russland den Gashahn zugedreht hat und alle dachten, dass in Westeuropa die Heizungen kalt bleiben? In Liechtenstein haben sie sich safe vorbereitet und bei Liechtenstein Wärme (früher LGV) eine fette Gasreserve eingelagert. In Deutschland und Österreich wurden Speicher reserviert und mit 80 Gigawattstunden Gas vollgemacht – ungefähr so viel wie zwei Wintermonate in Liechtenstein. Die Kohle dafür hat der Landtag vorgeschossen, ein zinsloses Darlehen von 25 Millionen Franken.

Volle Tanks, aber kein Bedarf

Und jetzt? Die Energiekrise ist ausgeblieben und das Gas chillt immer noch in den Speichern. „Der strategische Gasspeicher ist zu 100 Prozent gefüllt“, sagt Energieministerin Sabine Monauni. Aber der Wert des Gases ist ordentlich abgestürzt. Von ursprünglich 11,9 Millionen Franken ist jetzt nur noch ein Wert von etwa 2,4 Millionen Franken übrig – ein Minus von rund 9,5 Millionen Franken.

Wer zahlt die Zeche?

Das könnte für die Staatskasse ein echtes Problem werden, denn wenn das Gas unter dem ursprünglichen Preis verkauft wird, muss das Land die Differenz ausgleichen. Die Kohle aus dem Verkauf des Gases soll eigentlich das Darlehen decken und wenn das nicht klappt, verzichtet der Staat auf den Restbetrag. „Aufgrund dieses Mechanismus werden allfällige Verluste erst zum Zeitpunkt der Rückzahlung des Darlehens in Form eines Forderungsverzichts realisiert“, sagt Monauni.

Und jetzt?

Die Frage ist nun, was mit der Gasreserve passiert. Die Regierung, Liechtenstein Wärme und die Kommission für Energiemarktaufsicht checken gerade die Lage. Wenn die Gasreserve behalten wird, muss der Landtag im zweiten Halbjahr einen entsprechenden Antrag bearbeiten.

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