Liechtensteiner sind im China-Shop Temu raus

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Stöbern auf Temu nützt die Liechtensteiner Kundschaft nichts – das Land wird nicht beliefert. (Bild: CHRISTIAN BEUTLER)

Mega Deals bei Temu

Temu bietet krasse Schnäppchen: Smartwatch für 8,50 Franken, Wassermelonenschneider für 1,90 Franken und Herrenunterwäsche im Viererpack für 5,20 Franken. Temu gehört zu PDD Holdings, dem größten chinesischen E-Commerce-Händler, und bietet fast alles zu absoluten Ramschpreisen an.

Postdienste am Limit

Die ultrabilligen Waren aus Asien kommen bei europäischen Kunden gut an. Für Postdienste und Zollabfertigung bedeutet das aber Stress pur. Wolfgang Strunk von der Liechtensteinischen Post meint, dass das Mini-Land die Flut logistisch easy bewältigen kann, weil Temu gar nicht nach Liechtenstein liefert. Sollte das doch mal passieren, könnte die Zahl der Pakete „vehement zunehmen“.

Zoll-Tricks und Paketflut

Liechtensteinische Onlineshopper kaufen trotzdem fleißig auf chinesischen Plattformen, aber die Pakete kommen über die Schweizer Post. Schätzungen zufolge landen täglich bis zu 500.000 Sendungen aus Shops wie Temu oder Shein in der Schweiz. Temu verschickt die Bestellungen in orangen Plastikbeuteln, die durch den Briefkastenschlitz passen und so Zollkosten und Mehrwertsteuer umgehen.

Widerstand im Detailhandel

Der Schweizer Detailhandel wehrt sich gegen Temu. Swiss Retail Federation hat beim Staatssekretariat für Wirtschaft eine Beschwerde wegen unlauterer Geschäftspraktiken eingereicht. Reißerische Hinweise wie „Fast ausverkauft!“ seien irreführend und widersprechen dem Schweizer Gesetz.

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