Buchs goes full digital
Die Stadt Buchs labelt ihr neues Parkraumkonzept als «eine nachhaltige und zukunftsgerichtete Lösung» und stellt bei Rathaus, Coop, Theaterplatz, Alvierstrasse und Altendorferstrasse auf reine App- und Kartenzahlung um. Grund ist das 3G-Netz, das Ende April in der Schweiz abgeschaltet wird – die alten Parkuhren wären dann basically useless. Statt neue Hardware zu kaufen, wird Cash-Payment dort fast komplett gedroppt.
Liechtenstein bleibt hybrid
Gamprin, Eschen, Schaan, Vaduz und Balzers haben ihre Parkuhren schon auf 4G upgegradet, sind vom 3G-Shutdown also kaum betroffen. Nur in Eschen hängt noch eine letzte 3G-Uhr im System. «Bei dieser einzigen betroffenen Parkuhr prüfen wir derzeit verschiedene Möglichkeiten», erklärt Eschens Vorsteher Tino Quaderer.
Cash als Service
Alle fünf Gemeinden bleiben beim Mix aus App und Münzen. «Ziel ist eine robuste, wartungsarme und benutzerfreundliche Lösung, die auch Personen ohne Smartphone oder ohne digitale Zahlungsmittel berücksichtigt», betont Gamprins Vorsteher Johannes Hasler. Quaderer sagt: «Die Anschaffungskosten für neue Gerätschaften sind effektiv hoch». Schaan-Vorsteher Daniel Hilti ergänzt: «Grundsätzlich verursacht die Bargeldabwicklung mehr Aufwand als rein digitale Lösungen», die Gemeinde sehe dies aber als Dienstleistung.
Payment-Vibes im Check
Eschen ist am digitalsten: Nur noch 10 Prozent zahlen bar. In Gamprin sind es rund 52 Prozent, in Schaan und Balzers noch 30 bis 40 Prozent. Parallel läuft in der Schweiz und in Liechtenstein politisch der Move, Bargeld als Zahlungsmittel gesetzlich besser zu schützen.
