Die Berner Konvention und Liechtensteins Einsatz
Die Berner Konvention hat so ’ne Liste mit Tieren, Pflanzen und deren Wohnzimmer, die es zu schützen gilt. 1982 war Liechtenstein einer der ersten Länder, die den Vertrag vom Europarat unterschrieben haben. Trotzdem hat es hier noch kein Naturschutzgebiet gegeben, das so krass wichtig ist für Europa. Aber chillt mal, das bedeutet nicht, dass es hier keine solchen Gebiete gibt. Noch dieses Jahr sollen sogar zwei davon ins europäische Netzwerk aufgenommen werden.
Expertentreffen und der Weg zum Smaragdgebiet
Am 17. und 18. April gibt’s ein Treffen von den Berner Konvention Pros in Vaduz. Dort will Liechtenstein beantragen, das Ruggeller Riet und Schwabbrünnen-Äscher zu Smaragdgebieten zu machen. Das Umweltministerium hat das bestätigt. Ob die beiden Gebiete aufgenommen werden, entscheidet der Ausschuss der Berner Konvention Ende November/ Anfang Dezember in Strassburg. Nach ersten Untersuchungen hat die Regierung die beiden Naturschutzgebiete 2020 nominiert. Im Oktober 2022 haben Experten vor Ort gecheckt, ob die Gebiete als Smaragdgebiete geeignet sind.
Liechtensteins Verantwortung und die Schätze der Natur
Als Vertragsstaat der Berner Konvention hat sich Liechtenstein dazu bekannt, sich um Arten und Lebensräume von europäischer Bedeutung zu kümmern. „Mit dem Schutz der beiden Gebiete kommt Liechtenstein dieser Pflicht nach“, so das Ministerium. Im Ruggeller Riet gibt es viele Arten, die laut Liste besonders schützenswert sind. Das Flachmoor ist auch eins der bedrohten Gebiete in Europa. Daher glaubt das Ministerium, dass das Ruggeller Riet als Smaragdgebiet durchgeht.“
Rechtliche Aspekte und die Folgen der Aufnahme
Rechtlich gesehen ändert sich nichts, wenn die Gebiete ins europäische Netzwerk aufgenommen werden, weil sie in Liechtenstein schon als Naturschutzgebiete gelten. Als Smaragdgebiete würden aber der Papierkram und die Kosten steigen. Es müssen Pläne erstellt werden, um die Pflege der Gebiete zu gewährleisten. Alle acht Jahre muss Liechtenstein dann auch noch Bericht erstatten über den Zustand der Arten und Lebensräume. Wie hoch die Kosten genau sind, kann das Ministerium noch nicht sagen, weil der Plan für das Ruggeller Riet noch gemacht wird und für Schwabbrünnen-Äscher noch nicht mal angefangen wurde.
Die Bedeutung der Aufnahme für Liechtenstein
Wenn die beiden Gebiete in die Liste der Berner Konvention aufgenommen werden, wäre das eine Auszeichnung, die sie von den acht anderen Naturschutzgebieten in Liechtenstein abhebt. Sie wären dann nicht nur wichtig für Liechtenstein, sondern auch für Europa. Es zeigt auch, dass Liechtenstein bereit ist, diese Gebiete für zukünftige Generationen zu erhalten.
