IWF-Beitritt: Liechtenstein sagt Ja
Grund zur Party gab’s nach dem positiven IWF-Votum, doch das Pro-Lager feierte nicht im Lokal. Regierungschef Daniel Risch war in New York und verfolgte das Ergebnis dort frühmorgens. Mit 55,8 Prozent Ja-Stimmen zeigt sich Risch erleichtert: «Liechtenstein macht einen wichtigen Schritt zu mehr Sicherheit und Zusammenarbeit mit 190 IWF-Mitgliedsländern.»
Reaktionen aus der Wirtschaft
Simon Tribelhorn, Chef des liechtensteinischen Bankenverbands, ist happy: «Ein klares Bekenntnis für mehr Stabilität und bessere Reputation im Ausland.» Doch auch die Gegner holten 44,2 Prozent. Trotz der tiefen Wahlbeteiligung von 60 Prozent, zeigte sich Tribelhorn enttäuscht über den emotionalen Abstimmungskampf: «Es ist schwierig mit Fakten gegen falsche Behauptungen anzukommen.»
VU und FBP: Gemischte Gefühle
Die VU kritisierte die «unhaltbaren Unterstellungen» im Abstimmungskampf, freute sich aber über das Ergebnis: «Noch vor einigen Jahren undenkbar, kann Liechtenstein bald von den Vorteilen der IWF-Mitgliedschaft profitieren.» Auch die FBP fand den Diskurs wichtig und bedankte sich beim Referendumskomitee: «Die Debatte zeigte den Bedarf, sich intensiv mit dem IWF auseinanderzusetzen.»
Ausblick und Hoffnung
Risch betonte die Bedeutung von Demokratie und Diskurs und hofft auf mehr konstruktive Gespräche in Zukunft: «Wir nehmen kritische Stimmen ernst und werden beim IWF ein aktives Mitglied sein.»
