Liechtenstein darf Müll weiter in Buchs verbrennen

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(Bild: Kehrichtverbrennungsanlage in Buchs: Liechtenstein ist auf eine grenzüberschreitende Entsorgung angewiesen.)

Neue EU-Regeln – Trash-Level over 9000?

Die neue EU-Abfallverbringungsverordnung verbietet eigentlich, dass gemischter Siedlungsmüll den EWR-Raum verlässt. Für Liechtenstein wäre das ein Hard Cut, weil der Müll seit über 60 Jahren in der KVA Buchs in der Schweiz landet und dort zu Fernwärme für Haushalte und Betriebe verarbeitet wird. Elf Gemeinden zahlen mit, haben aber kein eigenes Verbrennungssystem. Im Mai-Landtag war von «Verunsicherung» in der Bevölkerung die Rede, wie VU-Abgeordnete Tanja Cissé erklärte.

EU-Kommission droppt möglichen Fix

Regierungschefin-Stellvertreterin Sabine Monauni bleibt entspannt. Die EU-Kommission hat am 29. April einen Vorschlag rausgehauen: Müllexporte in die Schweiz sollen weiter erlaubt sein, wenn eine energetische Verwertung läuft; «eine reine Deponierung wäre jedoch strikt verboten». Begründung: Abfall soll effizient und möglichst lokal entsorgt werden. Grenzregionen im EWR seien auf Schweizer Anlagen angewiesen – jährlich rund 200 000 Tonnen aus Nachbarländern, etwa 9000 Tonnen aus Liechtenstein.

Politics-Mode: Work in Progress

Der Vorschlag biete «eine praktische Lösung, um unnötige Belastungen für lokale Behörden und Abfallentsorger zu vermeiden und gleichzeitig hohe Umweltstandards aufrechtzuerhalten». Parlament und Rat verhandeln noch, Übergangsfrist bis 2029 verschafft Extra-Time.

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