Liechtenstein bleibt ein richtig attraktiver Spot für Krypto-Deals

3 Min Read
(Bild: Eine Studie stellt Liechtenstein ein gutes Zeugnis aus

Top Ranking im Crypto-Game

Die 70-seitige Studie «Where to Open a Crypto Company in 2026» von Bithide checkt zwölf europäische Krypto-Hotspots mit einem Zehn-Punkte-System. Die Schweiz landet auf Platz 1, direkt dahinter Liechtenstein mit soliden acht Punkten. Die Autorinnen und Autoren geben dem Fürstentum ein stabiles Zeugnis als almost-perfect Location für Krypto-Biz.

Legal Framework auf Pro-Level

Key-Asset ist das Blockchain-Gesetz TVTG von 2019. Maryna Frank, PR-Managerin bei Bithide, erklärt: «Das TVTG wird hauptsächlich deshalb als Wettbewerbsvorteil angesehen, weil es eines der ersten Gesetze in Europa war, das einen klaren rechtlichen Rahmen für die gesamte tokenisierte Wirtschaft geschaffen hat.» Trotz EU-Micar bleibt der Scope breiter: «Es gilt nicht nur für traditionelle Krypto-Dienstleistungen, sondern auch für nicht finanzielle Rollen.»

Regulierung, die Start-ups nicht blockt

Auch NFT-Plattformen und identity-based Services sind covered. «Dies macht die Jurisdiktion besonders attraktiv für Projekte, die an der Schnittstelle von Finanz- und Technologielösungen arbeiten», so Frank. Beide Regelwerke bilden laut ihr «eine zweistufige regulatorische Struktur, die sowohl den regulierten EU-Krypto-Markt als auch das breitere Tokenisierungsökosystem abdeckt.»

Speed, Size und Cross-Border-Vibes

Pluspunkt ist das kompakte Verwaltungsmodell: «Die Aufsichtsbehörde arbeitet schnell und vorhersehbar, und das Ökosystem selbst bleibt klein.» Das senkt institutionelle Hürden gegenüber Big-Finance-Zentren. Liechtenstein fungiert als Gateway zwischen Schweiz und EU. «Historisch gesehen ermöglicht eine Lizenz oder Registrierung in Liechtenstein, dass Dienstleistungen über den EWR-Rahmen in EU-Ländern anerkannt wurden», sagt Frank. Mit Micar wurde dieser Effekt noch geboostet: «Die Jurisdiktion ermöglicht es Unternehmen nun, die regulatorische Angleichung an die EU mit den Reputationsvorteilen der Schweiz innerhalb einer Struktur zu kombinieren.»

Kostencheck und Reality-Check

Beim Pricing zeigt sich Liechtenstein als etwas wallet-freundlicher als die Schweiz. «Beispielsweise können juristische Dienstleistungen etwa 400 Franken pro Stunde kosten, verglichen mit etwa 600 in Zürich.» Büromieten sind tiefer, gleichzeitig lässt sich grenzüberschreitend Personal aus Österreich und der Schweiz rekrutieren, «was zur Kostenoptimierung beiträgt, ohne den Zugang zu qualifizierten Fachkräften zu verlieren».

Der Main Downside bleibt die Size: «Als sehr kleiner Markt bietet Liechtenstein keine grosse Kundenbasis», so Frank. Und global gesehen sind die Betriebskosten trotz Schweiz-Discount noch immer überdurchschnittlich, vor allem im Vergleich zu baltischen Ländern. «Als Niedriglohn-Standort kann Liechtenstein definitiv nicht bezeichnet werden.»

Zum Originalartikel

Leave a comment