Wolf-Couple im Ländle
In Liechtenstein wurde im Februar und März erstmals ein Wolfspaar regelmässig gesichtet – ein eigenes Rudel ist laut Behörden «not off the table». Die Liechtensteinische Gesellschaft für Umweltschutz (LGU) nutzt den Hype für Aufklärung. In ihrem Statement heisst es: «Die Förderung der heimischen Biodiversität ist ein zentrales Anliegen der LGU. Dazu gehört, dass wildlebende Tierarten als selbstständige Populationen überlebensfähig sind.» Der Wolf sei als Spitzenprädator ein natürlicher Key-Player im Ökosystem.
Reality-Check für Nutztierhaltung
Die LGU verweist auf ernsthafte Nutzungskonflikte in der dicht genutzten Kulturlandschaft: «Nutzungskonflikte sind real und müssen ernst genommen werden. Ein tragfähiges Miteinander braucht klare rechtliche Grundlagen und eine konstruktive Zusammenarbeit aller betroffenen Interessengruppen auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse.»
Law, Herdenschutz und Science-Mode
Der Wolf zählt in Liechtenstein zu den «spezifisch geschützten Tierarten» und ist nicht jagdbar. Ausnahmen sind nur bei erheblicher Gefährdung oder grossen Schäden erlaubt. Support gibt es für Herdenschutz mit Elektrozäunen und Schutzhunden. Die LGU betont: «Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass unspezifische Abschüsse langfristig oft nicht den gewünschten Effekt haben und Rudelstrukturen stören können.» Weiter: «Wo Eingriffe unvermeidbar sind, sollten sie gezielt und fachlich begründet erfolgen.»
