Big Money Moves und ein bisschen Drama – so könnte man die Story von LGT-CEO Olivier de Perregaux zusammenfassen. Er gibt uns den Scoop, warum die Profite ein bisschen down sind, obwohl das fresh Money weiterhin reinfließt, und warum ein weiterer geographischer Ausbau eher nicht auf der Agenda steht.
The Downside of Success
Man könnte sagen, das Unternehmen hat ein bisschen mit den Folgen seines eigenen Erfolgs zu kämpfen. Olivier de Perregaux erklärt, dass die Gewinne zwar fluktuieren können, aber in den letzten zehn Jahren eigentlich immer angestiegen sind. In diesem Jahr hat das Fintech-Business ein bisschen auf die Bremse getreten und es gab ein paar Rechtsstreitigkeiten. Nichts Großes, aber genug, um die Zahlen ein bisschen zu drücken.
Looking Ahead
Auf die Frage, ob die Gewinne nächstes Jahr wieder steigen werden, antwortet der CEO optimistisch: „Der Gewinn wird strukturell grundsätzlich steigen. Wir werden jedoch weniger stark wachsen, weil wir eine gewisse Größe erreicht haben und weil es jetzt vor allem darum geht, die bestehenden Standorte auszubauen. Mittelfristig sind wir jedoch sehr zuversichtlich, dass wir Ertrag und Gewinn weiter steigern können.“
Going International
Die Expansion nach Deutschland hat natürlich auch Einfluss auf das Geschäftsergebnis. Sie haben dort vor anderthalb Jahren angefangen und haben jetzt etwas mehr als 50 Angestellte. Und was die Übernahme des britischen Vermögensverwaltungsgeschäfts von Abrdn angeht, gibt de Perregaux nicht wirklich Auskunft über die Kosten. Aber er ist stolz darauf, dass sie nun auch in Städten wie Edinburgh, Leeds, Manchester und Birmingham vertreten sind, neben ihrem Hauptquartier in London.
Money Flow
Der Zufluss von Neugeld war auch im letzten Jahr mit 21,6 Milliarden CHF sehr hoch. „Wir sind auch 2023 organisch sehr schön gewachsen – und das in allen Regionen und Geschäftsbereichen. Das Asset Management hatte ein hervorragendes Jahr – aber auch im Private Banking wurde sehr gut gearbeitet“, sagt de Perregaux.
Expansion from Within
Im Moment wollen sie nicht mehr geografisch expandieren, sondern lieber intern wachsen. „Never say never“, sagt de Perregaux, aber grundsätzlich decken sie bereits die wichtigsten Standorte ab, die für sie attraktiv sind. Und sie wollen ihr Geschäft an diesen Standorten weiter ausbauen. „Wir haben überall noch viel Potenzial, denn das Private Banking ist ein sehr fragmentierter Markt.“
Impact on Liechtenstein
Und wie wirkt sich das alles auf den Standort und das Personal in Liechtenstein aus? Alles positiv, sagt de Perregaux. Sowohl die LGT Bank AG in Liechtenstein als auch der zentrale Hub für Operations und IT der ganzen Gruppe haben vom Wachstum profitiert. Tatsächlich wurden allein im letzten Jahr rund 150 neue Stellen in Liechtenstein geschaffen.
