Kritik am eMwst-System
In Liechtenstein sorgt die Einführung der elektronischen Mehrwertsteuer, eMwst, für ordentlich Wirbel. Unternehmen und die Fortschrittliche Bürgerpartei (FBP) sind alles andere als happy und kritisieren das neue System als unnötig kompliziert. Die FBP fordert: „eMwst: Wir werden den unnötigen Ausbau der Bürokratie rückgängig machen“. Der Stress: Man braucht jetzt eine eID und ein Handy. Die Firmen wollen alte, einfachere Kommunikationswege zurück oder zumindest eine eID für Firmen.
Regierung reagiert
Regierungschef Daniel Risch und sein Team haben sich die Kritik zu Herzen genommen und bereits mit Anpassungen reagiert. Eine Vereinfachung gab’s bei der Aktivierung zur Vertretung im elektronischen Geschäftsverkehr. Daniel Risch unterstreicht, dass die eMwst-Lösung seit 2020 gesetzlich beschlossen ist und einfach zu handhaben sei.
Fristverlängerung und Sanktionen
Um den Übergang zu erleichtern, wird die Frist für die Mehrwertsteuer-Abrechnung um 60 Tage verlängert. Bernhard Büchel vom Steueramt erklärt, dass das alte System nicht parallel laufen konnte wegen zu hohem Aufwand. Wer sich weigert, das eMwst-Portal zu nutzen, riskiert Strafen. Bis Ende April sollten jedoch alle on board sein.
