Kick-off der Scam-Story
Im März 2021 startet ein 45-jähriger ausländischer Hilfsarbeiter in der Schweiz einen Scam-Level-Up: Nach einem Unfall checkt er, dass die Versicherung easy 80% Taggeld droppt, solange der Doc ihn krank schreibt. Das Wissen wird direkt monetized – er hilft ab dann 14 anderen Guys bei Fake-Jobs in Liechtenstein und der Schweiz, damit sie Versicherungen scammen.
Mastermind am Werk
Der «Tagesanzeiger» berichtet: Kaum in Liechtenstein am Start, zieht der Main Character den nächsten Move und täuscht am ersten Tag einen Unfall vor. Result: Taggelder aus beiden Ländern, angeblich rund 11’000 Franken pro Monat. Er bastelt Fake-CVs, managed die ganze Kommunikation und kontrolliert Zugangsdaten sowie Bankkonten der Crew. «Mit einem gestauchten Handgelenk oder lädiertem Knie kann man nicht als Schaler oder Eisenleger arbeiten», so ein St. Galler Staatsanwalt.
Cashflow und Charges
Die Angeworbenen zahlen monatlich 900 bis 2’000 Franken an den Strippenzieher. Die St. Galler Staatsanwaltschaft schätzt den Gesamtschaden auf 700’000 Franken. Anklage gegen 15 Verdächtige kommt Sommer 2025. In Liechtenstein laufen Vorerhebungen gegen 12 Personen. «Die Vorerhebungen in Liechtenstein sind noch nicht abgeschlossen», betont Frank Haun. Unschuldsvermutung gilt.
