Chillige Pipeline mit neuer Mission?
Back in the days, also so um 1966, lief da fett viel Rohöl durch die Central European Line (CEL), einer Pipeline von Genua über den Splügenpass bis nach Deutschland. Aber seit den 90s ist da nix mehr los. Die Pipeline, auch bekannt als Oleodotto del Reno, ist zwar noch da, aber eher so vergessen.
Vom altbackenen Öl zum flyen Wasserstoff
Aber jetzt wird’s spannend, Leute: Politiker und Wirtschaftsbigwigs denken, dass die Pipeline eine neue Mission bekommen könnte. Sie könnte für Wasserstoff genutzt werden, das neue heiße Ding in der Energieversorgung. Der Bund tüftelt gerade an einer Strategie dafür, die bis Ende des Jahres fertig sein soll.
Ostschweiz feels left out
Die Ostschweiz hat aber Schiss, dass sie bei der Netzplanung für den Wasserstoff abgehängt wird. Der Bundesrat hat schon so Andeutungen gemacht, dass er lieber auf die bestehende Transitgasleitung zwischen Oberwallis und Raum Basel setzen will. Da kommt die Idee ins Spiel, die Oleodotto-Pipeline für den Transport zu nutzen.
Regierungen machen Druck
Die Regierungen von St.Gallen und Bündner sind am Start und machen Druck für die Umnutzung der alten Pipeline. Sie könnte auch für eine neue Stromleitung genutzt werden. Aber die Zeit drängt, denn dem obersten Abschnitt der Pipeline droht die endgültige Stilllegung.
Im Norden ist die Pipeline schon tot
Während im Süden noch gekämpft wird, ist die Pipeline im Norden schon Geschichte. Vorarlberg hat seinen Teil der CEL schon vor über zehn Jahren aufgegeben. Aber für den Gastransport über die österreichische Grenze gibt es noch weitere Leitungen. Ein wichtiger zukünftiger Knotenpunkt für die Wasserstoffversorgung ist Lindau.
Nicht immer war die Pipeline der Shit
Die Ölpipeline am Rhein war nicht immer das Ding. Viele hatten Angst um die Umwelt. Die St.Galler Regierung erhoffte sich aber einen positiven wirtschaftlichen Effekt. Aber in den 90s wurde der Streit wieder schärfer. Es gab Ängste, dass ein starkes Erdbeben die Leitung beschädigen könnte. Und während des Kalten Krieges sollen sogar sowjetische Secret Agents über einen Anschlag auf die Pipeline nachgedacht haben.
Ende der Pipeline – Anfang vom Wasserstoff?
Die Pipeline hat schon mal den Löffel abgegeben – auch aus wirtschaftlichen Gründen. Eine leistungsfähigere Ölleitung bot günstigere Preise. Ob jetzt der Wasserstoff durch die Pipeline fließen wird, wird sich im Laufe des Jahres zeigen. Jetzt ist der Bund am Zug.
