Erdmandelgras vs. Schulzentrum – der unexpected Plot-Twist
Beim Neubau des Schulzentrums Ruggell ist nicht Beton der Endgegner, sondern Erdmandelgras: Die invasive Pflanze hat die Bauherrenreserve gesprengt, der Landtag musste mit einem Ergänzungskredit von 2,6 Millionen Franken nachladen – einstimmig approved.
Kritik an Planung und Underground-Turnhalle
Mehrere Abgeordnete roasten die Planung. Martin Seger meint: «Die aufwendige Aushubentsorgung wirkt für mich nicht wie ein unvorhersehbares Ereignis, sondern eher wie die Folge einer fragwürdigen planerischen Entscheidung», ein Teil der Mehrkosten wäre «vermeidbar». Franziska Hoop kritisiert die unterirdische Dreifachturnhalle: «Ich hoffe, dass sich diese Bauweise nicht in Form weiterer Kostenentwicklungen niederschlagen wird.» Daniel Oehry verweist darauf, dass der Landtag 2019 genau diese Variante gewählt habe.
Neophyten, Cashburn und Lessons learned
Der verseuchte Aushub kostet 2,6 Millionen, weil viel mehr Material belastet ist als 2019 geschätzt. Oehry dazu: «Günstiger wäre es nur gegangen, wenn der Aushub keine Neophyten gehabt hätte, aber den Fall haben wir nicht», und: «Mit dem Wissen von heute lassen sich die Lottozahlen von gestern leicht vorhersagen.» Künftig gilt: «Bevor wir in Liechtenstein irgendwo ein Loch buddeln, werden wir in Zukunft eine Bodenuntersuchung machen.»
Priority: Schulstart 2027 statt Baustopp
Weil ab 2027/28 mehrere Schulstufen ins SZ Ruggell zügeln sollen und «Einen Plan B gibt es nicht», hätte ohne Kredit ein Baustopp gedroht. Wenaweser warnt: «Ich möchte nicht, dass über die Bauherrenreserve Sachen abgewickelt werden, die sonst über einen Nachtragskredit beantragt werden müssten.» Oehry verspricht «maximale Transparenz».
