Deal fix: Richter-Buzz
Der Landtag gab am Freitag das Greenlight, zwei befristete Richterstellen zu entfristen – einstimmig. Damit läuft das Landgericht künftig mit 17 Full-Time-Richtern. Die 15er-Setup von vor zehn Jahren stemmte die Workload nicht; seit 2023 halfen zwei temporäre Judges, deren Verträge Ende März 2026 ausgelaufen wären.
Voices und Vibes
Die Rechtsanwälte Daniel Seger (FBP) und Thomas Vogt (VU) bestätigten die hohe Auslastung. Vogt: «Wir können es uns nicht leisten, ein überlastetes Justizsystem zu haben», meinte Vogt. Eine schnell funktionierende Justiz gilt als Standort-Edge für Liechtenstein.
Checks und Balances
Seger hofft, dass 17 Stellen genug Puffer bringen, und wünschte sich eine fundiertere Needs-Analyse oder ein Update früherer Gutachten. Justizminister Emanuel Schädler hielt dagegen: Der Regierungsantrag stützt sich inhaltlich auf frühere Gutachten, die Zeitwerte seien aktualisiert.
Digital Push statt Stellen-Boom
Stefan Öhri (VU) mahnte Vorsicht: Hoher Arbeitsanfall solle kein Präzedenzfall für die Verwaltung werden. Mehr Effizienz via Digitalisierung sei das Ziel; Vogt verwies auf Österreich als Benchmark. Laut Regierung laufen mehrere Justice-Tech-Projekte: Ab Oktober kommt eine KI-basierte Transkriptionslösung als Time-Saver für Schreibkräfte; auch Richter profitieren, bekommen aber neue Tasks. Final Check bleibt bei einem Menschen mit juristischen Skills.
