Landtag gibt grünes Licht
Nach einer dreistündigen Debatte hat der Landtag beschlossen, den jährlichen Landesbeitrag an Radio L um 600.000 Franken zu erhöhen. Somit kriegt der Liechtensteinische Rundfunk (LRF) künftig 3,95 Millionen Franken pro Jahr. Die Mehrheit des Parlaments unterstützt das Konzept des LRF-Verwaltungsrates, das einen Personalausbau um 3 bis 4 Stellen beinhaltet und eine Fokussierung auf Liechtenstein verspricht. Radio L soll als Leitmedium neben dem «Vaterland» positioniert werden und die Meinungsbildung fördern.
Kritik an der aktuellen Leistung
Mehrere Abgeordnete kritisierten die redaktionelle Leistung des Landessenders. Besonders die dünne Berichterstattung zur anstehenden Spitalabstimmung wurde bemängelt. Dennoch überwiegt das Vertrauen in den neuen Verwaltungsrat und dessen Präsidenten Jürg Bachmann. Man will Radio L die Chance geben, sich zu beweisen.
Privatisierungs-Debatte
Omnipräsent war die geplante Volksabstimmung im Herbst zur Privatisierung von Radio L. Die von der DpL lancierte Initiative wurde als «Todesstoss» für den Landessender bezeichnet. Es besteht die Sorge, dass Radio L bis dahin keine signifikante Verbesserung der redaktionellen Leistung erreicht. DpL-Abgeordnete verteidigten die Initiative, betonten aber, dass Ziel eine private Eigentümerschaft sei, um die Unabhängigkeit vom Staat zu gewährleisten.
