Liechtenstein’s Psychiatrie-Deal:
Liechtenstein’s fresh Psychiatriekonzept ist am Start, um den Versorgungsmangel zu fixen. Das Ministerium für Gesellschaft und Kultur schielt auch ins Ausland für neue Kooperationen. Währenddessen hat das Clinicum Alpinum, eine lokale Privatklinik, bereits einen Beitrag zur psychiatrischen Versorgung geleistet und ist ready, mehr zu tun.
Behandlungsangebote und Bürokratie:
Im September 2023 hat Clinicum Alpinum eine definitive Betriebsbewilligung beantragt, um sowohl stationäre als auch ambulante Nachsorge und Hometreatment nach dem Klinikaufenthalt abdecken zu können. Aber das Ministerium lässt seit März auf eine Antwort warten. «Der Entscheid über diesen Antrag und weitere wurden jeweils mit Verweis auf das benötigte Psychiatriekonzept verschleppt», sagt Michaela Risch, CEO und Verwaltungsratspräsidentin des Clinicum Alpinum.
Landesspital und Co:
Risch kann die Idee nicht nachvollziehen, dass das Landesspital ein psychiatrisches Brückenangebot einrichten soll, da bereits ein stationärer Träger im Land, das Clinicum Alpinum, existiert. Auf Anfrage sagt Generalsekretär Martin Hasler, dass das Ministerium keine Auskunft zu «hängigen Anträgen und Verfahren» geben kann.
Überregionales Angebot:
Clincium Alpinum schlägt vor, nicht nur Leistungen aus dem Ausland zu beanspruchen, sondern auch andersherum zu denken. «Wieso nicht ein überregionales Angebot in Liechtenstein aufbauen, anstatt immer alle Gelder über die Grenze zu schicken?», fragt Risch.
Kooperationen vs politischer Wille:
Risch sieht in solchen Kooperationen eine Lösung, vermisst aber den politischen Willen. Sie betont: «Es wäre ehrlicher, sich einmal hinzustellen und zu sagen: Liechtenstein braucht keine eigene Psychiatrie, dann decken eben unsere Nachbarländer gewisse Dienstleistungen ab – mit allen Konsequenzen.»
Kritik und weitere Pläne:
Nicht nur das Clinicum Alpinum, sondern auch andere im Land äußern Kritik an dem neuen Psychiatriekonzept. Zum Beispiel bemängelt Kinderarzt René Kindli: «Im Vordergrund scheinen nicht die betroffenen Menschen zu stehen.» Die Ombudsstelle für Kinder- und Jugendliche schlägt die Prüfung eines «eigenen, stationären und teilstationären Angebots in der Kinder- und Jugendpsychiatrie» vor.
