Landesspital: „Echt jetzt, move on!“ oder nochmal ’nen Brainstorm machen?

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Spitalprojekt, ja aber…


VU-Parlamentarier Günter Vogt und 14 andere sind nicht so hot auf die Idee, das Volk über den Extra-Kredit für den Neubau des Landesspitals abstimmen zu lassen. „Nicht wirklich nötig, diese demokratische Ehrenrunde“, meint Vogt. Aber das Referendum gegen den Extra-Kredit wurde jetzt trotzdem gestartet. Das Komitee stellt klar: „Wir sind nicht gegen ein eigenes Landesspital.“ Die 1000 benötigten Unterschriften zu sammeln, sollte für das Komitee easy sein. Also wird der Neubau des Landesspitals wahrscheinlich wieder zur Volksabstimmung vorgelegt.

Deja Vu oder was?


Das Spitalprojekt „Inspira II“ hat wenig common mit dem alten Projekt, über das 2019 abgestimmt wurde. Damals wurden die Zahlen vielleicht ein bisschen zu rosig dargestellt, sagen Experten der Regierung. Deshalb ist ein neuer Vertrauensbeweis des Volkes dringend needed.

Wohin mit den Babys?


Die Geburtenabteilung ist ein weiterer Punkt, der für Diskussionen sorgt. Geplant war sie, dann wurde davon abgeraten, schließlich wurde sie 2024 beerdigt. Es ist unklar, was mit der freien Fläche von 500 m2 passieren soll. Und warum soll ein Spital gebaut werden, das offensichtlich größer ist als nötig?

Location, Location, Location


Der Standort des neuen Spitals ist für viele Bürgerinnen und Bürger unklar. Bei einer Online-Umfrage fanden 73% den alten Standort gut bis sehr gut. Der neue Standort wird als „Kiesgrube“ bezeichnet und die Anbindung an den öffentlichen Verkehr ist noch unklar. Der Neubau führt direkt zu einem weiteren staatlichen Bauprojekt.

Was wird angeboten?


Das Angebot des neuen Spitals soll mit dem von Grabs, Feldkirch, Chur und St. Gallen konkurrieren. Aber eine echte Abteilung für Altersmedizin wird fehlen, obwohl 76% der Befragten in einer Umfrage eine solche Abteilung befürworteten. Bauen wir also das falsche Spital?

Fokus auf Spezialisierung


Viele Experten glauben, dass das neue Spital nur eine Chance hat, wenn es sich auf Spezialgebiete konzentriert. „Für mich plant Liechtenstein ein Spital, das den zukünftigen Trends und Entwicklungen im stationären Gesundheitsbereich zu wenig Beachtung schenkt“, sagte FL-Abgeordneter Georg Kaufmann.

Brauchen wir ein eigenes Spital?


Aus Sicht der Souveränität: Ja. Aus Sicht der Gesundheitspolitik: Nein. Ein Gesundheits- und Notfallzentrum würde reichen. Es gibt genug Angebote in der Region. Aber es gibt Probleme mit der Rettung und Notfallversorgung.

Und die Kosten?


Die Krankenkassenprämien sind ein großes Problem. Eingriffe im Landesspital sind oft teurer als in Spezialkliniken. Das bedeutet, dass unsere Gesundheitskosten durch den staatlichen Gebietsschutz für das Landesspital steigen werden.

Zeit zur Überlegung


Es gibt genug Gründe, alles nochmal zu überdenken. Gesundheitsminister Manuel Frick und die anderen Befürworter des Spitalneubaus müssen viele Fragen beantworten. Aber die Schuld dafür liegt nicht beim Referendumskomitee.

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