Länderreport sieht Fortschritte, NGOs sehen trotzdem noch To-do-Listen

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(Bild: Menschen mit Behinderung sollen ein möglichst selbstbestimmtes Leben führen. Verbesserungen brachte etwa die Revision des Sachwalterrechts.)

UN-Check: Liechtenstein im Disability-Update

Seit zwei Jahren ist die UN-Behindertenrechtskonvention in Liechtenstein live. Laut erstem Länderbericht, seit Freitag public, sind viele Standards already on point – Key-Tool ist das Behindertengleichstellungsgesetz von 2007. Die UN nutzen den Bericht für ihr Monitoring, NGOs liefern sonst «Schattenberichte», ein solcher fehlt aktuell noch.

VMR: Kritik mit Facts und Figures

Der Verein für Menschenrechte (VMR) markiert im «Monitoringbericht 2024» offenen Baustellen. Zentrale Line: «Unklar bleibt z.B., wie viele Menschen mit Behinderungen überhaupt in Liechtenstein leben.» Gefordert werden ein Aktionsplan, mehr Resources für Behörden und bessere Stats. Auch beim Wahlrecht sieht der VMR Gaps: «Wahlunterlagen müssen barrierefrei zugänglich sein.»

Law-Update und Inclusion-Features

Die Revision des Sachwalterrechts boostet Self-Empowerment: automatische Beschränkung der Geschäftsfähigkeit weg, Limits bei Testierfähigkeit gestrichen, Ehe und Partnerschaft jetzt konventionskonform – Heirat möglich ab 18 bei Einsichts- und Urteilsfähigkeit, ohne OK vom gesetzlichen Vertreter. Neue Support-Offers wie Budgethilfe, Behörden-Support und Life-Skills-Trainings sind geplant.

Digital Access und Notruf 2.0

Bei digitaler Barrierefreiheit der Landeswebseite läuft ein ongoing Upgrade, internationale Standards sind aber noch nicht fully reached. Ein stiller, barrierefreier Notruf ist in Vorbereitung, technisch complex, Go-Live aktuell für 2027 angepeilt.

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