Kunstwerke spiegeln den Menschen und seine Welt wider

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(Bild: Roswitha Feger-Risch hielt ein spannendes Referat.)

Origin-Story Museum

Museen started basically als «mouseîon», also OG-Bildungstempel für Kunst *und* Science. Im 16. Jahrhundert in Italien wurden dann pure Bildersammlungen zu Museums-Content, aber noch ziemlich Exklusiv-Club, nicht so low-barrier wie heute.

Louvre – Royal Flex in Paris

Der Louvre sitzt im ehemaligen Königsschloss, seit 1793 ist die frühere Royalsammlung public. 1989 kam die Glaspyramide dazu, zuerst gehatet, heute Icon. Beim Italienfeldzug holten sich die Franzosen «Unmengen von Kunstwerken», um ein «Museum Napoleon» zu bauen. Nach Napoleons Ende ging der Grossteil zurück. Heute: über 380 000 Objekte, ca. 35 000 on display, 72 735 Quadratmeter, 9,6 Mio Besucher 2019 – grösstes und meistbesuchtes Kunstmuseum worldwide.

Eremitage und Prado – Big Player

Die Eremitage im Winterpalast von St. Petersburg geht auf Katharina II. zurück, die sich eine «Einsiedelei» baute und auch bankrotte Kriegsherren leergekauft hat. Rund drei Millionen Werke, 65 000 in über 350 Sälen, Fokus Europa, Orient, Antike.

Der Prado in Madrid, gebaut auf der «Wiese», wurde 1819 zur Homebase der königlichen Kunstsammlung. Über Ferdinand VII. heisst es, er sei «grausamer und absolutistischer» gewesen, habe aber mit seiner Kunstsinnigkeit den Ruf des Museums geprägt. Schwerpunkt: spanische, flämische und italienische Kunst.

Art-Hacks und Masterpieces

Zwischen «Petersburger Hängung» (Walls full, no chill) und linearer Hängung (clean line-up) zeigte eine Kunsthistorikerin Key-Works: den «Garten der Lüste» von Hieronimus Bosch – klassisch als Warnung vor Lust gelesen, neu auch als Love-Paradise-Vision; Boschs Style galt zeitweise als Gotteslästerung.

Das Frans-Hals-Portrait «Willem van Heythuysen» wurde aus der liechtensteinischen Sammlung 1969 nach München verkauft, was Proteste auslöste. Die «Mona Lisa» im Louvre lief zusätzlich viral, weil sie 1911 geklaut wurde und ihr Spot lange leer blieb.

Symbol-Vibes in der Malerei

Mit dem «Isenheimer Altar» und «Die Arnolfini-Hochzeit» zeigte die Referentin, wie Symbolsprache funktioniert. Details wie Handhaltung, kleiner Hund, Leuchter mit nur einer Kerze, Orangen, grünes Kleid und konvexer Spiegel werden dabei als Schlüssel zur Bildbotschaft gelesen.

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