Kulturelles Gedächtnis wird future-ready gemacht

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Mit der Revision will Regierungsrat Manuel Frick Daten sicher in die Zukunft bringen. (Bild: Daniel Schwendener)

Neues Archivgesetz am Start

Das neue Archivgesetz bringt längere Schutzfristen und digitale Langzeitarchivierung auf die Agenda. Der Landtag diskutierte die Totalrevision und fand sie super, auch wenn Regierungsrat Manuel Frick viele Fragen auf den Tisch brachte. Mit einer Prise Pathos erinnerte Kulturminister Frick daran, dass Archive Geschichte schreiben: „Sie sind es, die Geschichte schreiben. Und die Archive überliefern diese Geschichte kompetent und verlässlich für uns alle.“

Streit um Erinnerung vs. Vergessen

Die Abgeordneten debattierten über den Balanceakt zwischen dem Recht auf Erinnerung und dem Recht auf Vergessen. Da öffentliche Archivdaten bald für alle zugänglich sein könnten, wollte man Missbrauch vermeiden. Frick betonte, dass das Gesetz diesen Konflikt regeln soll.

Autonomie der Archive bleibt

Rainer Beck, stv. VU-Abgeordneter, kritisierte, dass kein einheitliches Archivierungsreglement für Gemeinden erstellt wurde. Frick konterte, dass Gemeinden eher einen Musteraktenplan wollen und dass Archive eigenständig arbeiten sollen. Die Kirchenarchive bleiben außen vor, da sie unter Glaubens- und Gewissensfreiheit fallen.

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