Gypsie-Vibes im Hagenhaus
Beim zweitletzten Gig des Musik:Arte-Festivals in Nendeln droppt das Sárközy Collective authentische Gypsie-Sounds. Zu Béla Bartóks rumänischen Volkstänzen baut das Hackbrett mit dunklen Moll-Akkorden die Base, Geige, Bass und Piano steigen nacheinander ein. Ständig Tempo- und Rhythmuswechsel, am Ende ein erstes Speed-Battle der vier Vollblutmusiker.
From Brahms to Soul-Music
Danach folgt Brahms’ «Ungarischer Tanz Nr. 6», mit Hard-Cuts zwischen soft und ultra-fast. Die Band mit ungarischem «Gypsie»-Background zeigt tightes Zusammenspiel und sichtbare Spielfreude. In «Méditation» aus Thaïs wird es maximal sensibel. Geiger Lajos Sárközy erklärt: «Es gibt Lieder, die kann jeder Gypsie sehr schnell spielen, doch wir mögen auch Musik für die Seele».
High Level Challenge und Pandemie-Feels
Zur «Caprice Nr. 5» von Paganini sagt Sárközy: «Das nächste Stück wird eine grosse Herausforderung für mich», meistert sie dann «ein bisschen im «Gyspie-Style»». In «Bye bye pandemic» verarbeitet er Corona-Emotionen, zwischen Melancholie und Tempo-Push.
Final Boss-Level und Standing Ovations
Nach Kodály, Sarasate und weiteren Speed-Duellen entscheidet sich die Band zwischen Beethoven und Csárdás für beides. Das Experiment «Grenzenlos» wird mit Standing Ovations als geglückt bewertet. Das Festival-Finale bringt Brahms’ Klarinettenquintett und Dohnányis Sextett.
