PFAS-Plan 2026+: Liechtenstein macht ernst
Die Regierung hat das „PFAS-Konzept 2026+“ approved und definiert damit von 2026 bis 2029 den Gameplan gegen per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS). Diese ultra langlebigen Industrie-Chemikalien stecken seit Jahrzehnten in Löschschäumen und beschichteten Materialien, landen in der Umwelt, können sich im Körper anreichern und sind „mit verschiedenen gesundheitlichen Risiken in Verbindung“.
Risk-Based Strategy statt Chaos
Das Konzept setzt laut Mitteilung auf ein „risikobasiertes, koordiniertes und transparentes Vorgehen“. Ziel ist es, PFAS-Belastungen in Wasser und Food früh zu erkennen, „sachgerecht zu beurteilen und bei Bedarf gezielt Massnahmen zu ergreifen“. Vier Teilprojekte plus Forschungs-Schwerpunkt fokussieren Monitoring, Umgang mit Belastungsfällen, klare Kommunikation und „kontinuierliche Zusammenarbeit“ mit Playern im In- und Ausland.
Food-Safety und Support-Package
„Der Schutz der Konsumentinnen und Konsumenten stehe im Vordergrund.“ Food mit PFAS über den Limits bleibt out of market. Bisher seien Trinkwasser und Lebensmittel „unauffällig“. Geplant ist eine kostenlose, freiwillige Milchbeprobung. Bei künftigen Belastungen gibt es Beratung, betriebsbezogene Analysen und – bei neuer Rechtsbasis – finanzielle Entschädigungen. Eine Task Force aus Ämtern und Ministerien rollt das Konzept aus.
