Jagdquoten-Drama in Liechtenstein
Ende Dezember war Schluss mit der Jagd in Liechtensteins Tal- und Hangrevieren, während in den Bergen schon früher Schluss war. Die Jägerschaft meldet: Die Abschussziele der Regierung wurden nicht erreicht. Statt 280 Rehe, 179 Rotwild und 134 Gamswild, wurden die Quoten nur zu 79, 85 bzw. 96 Prozent erfüllt. Dabei kämpft man mit dem altbekannten Wald-Tier-Dilemma: Hirsche, Gämse und Rehe knabbern junge Bäumchen an, was die natürliche Verjüngung behindert.
Herausforderungen im Revier
Die Jagdpächter haben sich ins Zeug gelegt, doch die Abschusspläne für 2024/2025 wurden nicht komplett erfüllt. Besonders das Gamswild übertrifft die Vorjahresquote, aber die Jägerschaft warnt: Der Nachwuchs kann die hohen Abschusszahlen nicht kompensieren. Störungen durch Wanderer und Biker zwingen die Tiere in die Nacht, wo sie nicht gejagt werden dürfen. Mehr Jagddruck wäre daher kontraproduktiv.
Kritik und Ausblick
Präsident Michael Fasel fordert, dass die Abschusszahlen realistischer sein müssen, da das Wild oft zwischen Grenzen pendelt und bei schlechtem Wetter unsichtbar bleibt. Das Amt für Umwelt sieht Verbesserungspotenzial, erkennt aber den Einsatz der Jäger an. Mehr Ruhe und realistische Pläne sind der Schlüssel zum Erfolg.
