Kein Local Beef ohne Schlachthof vor Ort

2 Min Read
Christian Vetschist gelernter Polymechaniker und Landwirt. 2014 hat er den Betrieb am Seveler Berg von seinen Eltern übernommen

Fleisch-Story im Ländle

Die Grabs Metzgerei hat dicht gemacht und der Homie Christian Vetsch ist mega angefressen. Denn jetzt fehlt dem hood ein Schlachthaus. Die Farmer sind total abgefucked, weil sie ihren regionalen vibe nicht mehr halten können. „Landwirte müssen die mühevoll aufgebaute Direktvermarktung wieder aufgeben, da ohne regionalen Schlachtbetrieb die Philosophie «regional» nicht mehr stimmt.“

Mehr als nur Fleisch

In Zeiten, wo die peeps immer mehr Bock auf regionale Sachen haben und auf korrekte Tierhaltung abfahren, ist das ein fetter Downer. Und wo schlachten, wenn die Metzgereien im Dorf sind und nicht den Hygiene-Checks standhalten?

Metzger mit Mission

Vetsch und seine Crew haben jetzt eine Mission: Ein neues, modernes Schlachthaus muss her, das auch den Bio-Bauern aus dem Ländle gerecht wird. „Eine Biozertifizierung ist zwingend. Die Bioverordnung sieht vor, dass wenn mehr als fünf Biolandwirte bei derselben Metzgerei schlachten und verarbeiten, diese biozertifiziert sein muss.“

Projekt in Planung

Doch so ein Projekt ist nicht mal eben gecrowdfunded. Es braucht einen Ort, der auf beiden Seiten des Rheins easy zu erreichen ist und eine dicke Finanzierung. „Um ein solches Projekt realisieren zu können, bedarf es eines Grundstücks von etwa 2500 bis 3000 Quadratmetern, die Kosten belaufen sich auf rund sieben Millionen Franken.“

Next Level: Businessplan

Was jetzt ansteht? Ein Businessplan muss her, die Kohle und die Rechtsform müssen geklärt werden. Aber Vetsch ist optimistisch: „Weil wir bisher sehr viel positive Rückmeldung von Politik und Behörden sowie betroffenen Landwirten und Konsumenten erhalten haben.“ Also, let’s make Metzgerei great again!

Zum Originalartikel

Leave a comment