Vom Racer zum Coach
Nicola «Nicki» Kindle, 34, aus Triesen, war früher Allround-Skiracer für Liechtenstein, startete an FIS-, Europacup-Rennen und der WM 2011 in Garmisch. Mit 22 dann der Early-Retirement-Move: «Doch ich war mit meiner Leistung nicht zufrieden und gleichzeitig nicht mehr bereit, noch mehr zu investieren.» Für ihn damals: «Das war’s.»
Grind-Mode im Weltcup
Statt Chill-Modus ging’s weiter im Ski-Biz: zuerst Trainer im Skiclub Triesen, dann Servicemann im Weltcup für Nico Gauer, Marco Pfiffner, dazu Cedric Ochsner und Josua Mettler. «Nico Gauer und Marco Pfiffner waren extreme Arbeiter. Das hat mich beeindruckt.» Highlight-Vibes: Trainingslager Neuseeland und Olympia 2018 in Pyeongchang – inklusive Mitfiebern mit Tina Weirather bei Super-G-Bronze.
Coach für den Next Gen-Squad
Nach der Geburt von Tochter Sophia Wechsel zum JO-Trainer im LSV, aktuell 13 Athlet:innen zwischen 12 und 16. «Der Skisport ist für mich mehr als ein Beruf. Er ist meine Leidenschaft.» Handys beim Gletschertraining von 21 bis 16 Uhr geparkt, Schedule full: essen, lernen, Kondi, Ski präppen.
Long Game statt Hype
Kindle feiert frühe Erfolge, bleibt aber real: «Erfolge im JO-Alter sind grossartig … Entscheidend ist aber die Zeit danach.» Trotz Verzicht auf teure Neuseeland-Camps: «Es wäre schade, wenn sie sich mit 15 Jahren am Skisport sattgesehen hätten.»
