Low Turnout bei IWF-Referendum: Liechtenstein bleibt cool
Stimmflaute beim IWF-Referendum
Liechtensteins Votum für den Internationalen Währungsfonds (IWF) hat kaum jemanden hinterm Ofen hervorgelockt. Nach der brieflichen Stimmabgabe am Freitagabend lag die Beteiligung nur bei magere 58,2 Prozent – der niedrigste Wert des Jahres. Zum Vergleich: Beim Spitalneubau-Vote waren es 65,4 Prozent, bei der Regierungswahl 64,9 Prozent und bei den Energievorlagen sowie dem eGD 66,1 Prozent.
Triesen vs. Planken: Beteiligungs-Battle
Triesen ist der Loser in Sachen Stimmbeteiligung mit nur 52,7 Prozent, während Planken mit 73,7 Prozent richtig abräumt. Auch der Sonntag wird daran nichts mehr ändern, denn nur knapp zwei Prozent gehen traditionell persönlich zur Urne. Die 60-Prozent-Marke bleibt wohl unerreicht.
Erbprinz Alois als Gamechanger?
Normalerweise bedeutet niedrige Beteiligung ein Plus für die Gegner, da sie leichter mobilisiert werden können. Doch diesmal könnte das Fürstenhaus den Unterschied machen: Erbprinz Alois hat sich selten so stark für eine Vorlage eingesetzt und seine Staatsfeiertagsrede fast komplett dem IWF-Beitritt gewidmet.
Votum pro IWF erwartet
Experten rechnen mit einem klaren Ja zum IWF. Die Urnen sind am Sonntag von 10.30 bis 12.00 Uhr geöffnet, erste Resultate gibt es ab 12.20 Uhr. Auf Vaterland.li gibt’s alle Infos, Liveticker und eine Livesendung mit Chefredaktor Patrik Schädler und Politikwissenschaftler Christian Frommelt. Um 13.45 Uhr folgt die „Elefantenrunde“ mit Gegnern und Befürwortern.
