Internationale Jazz-Crew flasht das Publikum in der Tangente

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(Bild: In der Tangente in Eschen spielte am Freitagabend eine internationale Formation: Marta Wajdzik (Sax)

Line-up und Concept

Der preisgekrönte Basler Drummer Florian Arbenz präsentierte mit Sin Tar Danza ein internationales Line-up: die polnische Saxofonistin Marta Wajdzik (*2001), Vibrafonvirtuose Jim Hart (Cornwall) und der schweizerisch-australische Bassist Rafael Jerjen. Mit Tracks vom Album «Elemental» entstand ein Mix aus synkopiertem Groove, virtuosem Sax, melancholischen Passagen und dichten Vibrafonharmonien. Arbenz definierte die Session als länder- und generationenübergreifend.

First Set

In «Boarding the beat» zeigte das Quartett sofort Virtuosität: feines Drum-Intro, das Sax steigt ein, das Vibrafon hebt ab; das Vibrafon auch als Streichinstrument, der Bass mit krächzenden Sounds. «Old Jamon» blieb doppeldeutig, «Still searching» erzählte balladesk; danach stritten Sax und Drums im giftigen Dialog—Finale mit vibrafonalem Resümee.

Second Set und Wrap-up

Teil zwei startete mit «Hackensack» von Thelonious Monk. In «Stomp» bekam das Drumset Freiraum; Arbenz zeigte vielseitiges, bisweilen kraftvolles Spiel. Jim Hart, mehrfacher British Jazz Award-Preisträger, glänzte mit Virtuosität. «Dreaming music» gab dem Bass den Spotlight: Rafael Jerjen, in Australien ausgebildet und seit 2022 Bass-Dozent an der Hochschule Luzern, setzte zum Solo an. Die geplante Cool-down-Wirkung verpuffte; erst die Zugabe «Out of nowhere» setzte den Schlusspunkt.

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