Industrie übernimmt das Steuer
Der Liechtensteiner Industriesektor gibt jetzt Vollgas und überholt die Finanzdienstleistungen als Haupttreiber der Wirtschaft. Andreas Brunhart vom Liechtenstein-Institut erklärt, dass der Industriesektor trotz globaler Handels-Herausforderungen die Nase vorn hat. Er ist Co-Autor des vierten Wachstumsmonitors, der aufzeigt, wie die Industrie an Produktivität zulegt und sich an veränderte Wettbewerbsbedingungen anpasst, indem sie im Ausland expandiert und Innovationszentren im Inland stärkt.
Export und Wertschöpfung im Fokus
Die Exporte stagnieren zwar, doch die Wertschöpfung wächst, da Gelder aus der Produktion im Ausland zurück nach Liechtenstein fließen. Dies geschieht durch Verrechnung von Vorleistungen und internen Services, erklärt Brunhart.
Finanzsektor im Vergleich
Im Wachstumsmonitor wird der Finanzsektor als drittwichtigster Bereich eingestuft, mit einer Produktivität von 180.000 Franken pro Vollzeitmitarbeiter. Allgemeine Dienstleistungen stehen an zweiter Stelle, während die Industrie mit 211.000 Franken pro Vollzeitmitarbeiter die Führung übernimmt. Für die Industrie und Dienstleistungen wird eine positive Tendenz gesehen, während der Finanzsektor durch Regulierungsaufwand belastet wird.
Blick in die Zukunft
Liechtenstein ist gut aufgestellt, dennoch betont der Wachstumsmonitor die Wichtigkeit von Innovation und Bildung. Die Politik sollte mehr in diese Bereiche investieren, um den zukünftigen Erfolg zu sichern.
