Stage statt Streetart: Gubser als Clyde 2.0
Stefan Gubser, bekannt aus «Tatort», switched vom Ermittler zum OG-Kunstfälscher und bringt mit Mona Petri die Story von Wolfgang Beltracchi auf die Bühne. Gubser droppt dazu: «Ein bisschen Clyde steckt bestimmt im mir.» Der Beltracchi-Vibe: Fake-Gemälde im Style von Campendonk, Monet und Co., Wert von bis zu 50 Millionen Euro. Die Kunstwelt wurde komplett geprankt.
Love Letters und Jailtime
Wolfgang und Helene Beltracchi schrieben sich während 14 Monaten U-Haft über 8000 Loveletters. Gubser feierte die Premiere seines 75-Minuten-Pieces 2021 in der Zürcher Tonhalle, nach Corona-Pause folgte die Tour mit Finale im Schaaner TAK.
Künstler, Betrüger oder Both?
Gubser sagt: «Klar – er hat betrogen.» Trotzdem sei Beltracchi ein «wirklich grosser Künstler». Die Werke waren nie 1:1 Kopien, sondern Originale im fremden Style. Gubser will keine Gaunerei glorifizieren: «Wolfgang Beltracchi ist für mich ein sehr intelligenter und gebildeter Mensch.»
Throwback und Vision
Gubser startete im Theater, rockte später die Filmbranche und ist inzwischen wieder Back to the Roots. Sein Credo: «Ich habe meine Träume immer gelebt.»
