Study-Vibes aus Vaduz
Das Center für Philanthropie der Universität Liechtenstein liefert mit einer neuen Erhebung ein datenbasiertes Update zum Vereins-Game im Land. Marc Gottschald und Michael Nenning haben Handelsregister, «Fundraiso»-Datenbank und kommunale Vereinslisten kombiniert. Ergebnis: 879 aktive Vereine, davon 73 Prozent gemeinnützig – ein klarer Push fürs Gemeinwohl.
Kultur, Sport und Social Impact
Fast die Hälfte aller Clubs läuft über Kultur, Musik und Sport. Klassische Ehrenamtsfelder wie Feuerwehr oder Jugendarbeit sind meist off-register unterwegs, während Soziales, Bildung oder Entwicklungszusammenarbeit eher offiziell eingetragen sind. Laut den Autoren zeigt sich erneut, «dass auch Vereine, welche nicht im Handelsregister registriert sind, einen beachtlichen Teil der Vereinslandschaft ausmachen und dass mehrheitlich gemeinnützige Zwecke verfolgt werden, welche zur nachhaltigen Entwicklung in Liechtenstein beitragen.»
Hotspots und Policy-Takeaways
Die Vereinsdichte fokussiert klar auf die Big Player: Vaduz mit 243 Vereinen (27,6 Prozent) an der Spitze, gefolgt von Schaan mit 119. Mittelfeld: Mauren-Schaanwald (97), Eschen-Nendeln (93), Balzers und Triesen (je 74). Kleinere Gemeinden wie Triesenberg, Ruggell, Schellenberg, Gamprin-Bendern und Planken bleiben trotzdem relevant. Fazit der Studie: «Für Politik und Verwaltung ergeben sich daraus Ansatzpunkte, um die Rahmenbedingungen für Vereine in Liechtenstein weiter zu verbessern, insbesondere in Bezug auf Anerkennungskriterien oder Förderinstrumente».
