Escape aus Afghanistan
Fast zwei Jahre ist es her, dass Ali und sein Vater 2022 aus Afghanistan in den Iran geflüchtet sind. Zu gefährlich wegen der Taliban, die den Vater als ehemaligen Soldaten kannten. „In Kabul sind wir mehrmals umgezogen. Sie kannten unsere Gesichter“, erzählt Ali am Esstisch in Peter Sutters Haus in Buchs. Ein Jahr im Iran, dann starb sein Vater. Seine hochschwangere Frau konnte nicht mit, und so sah er seinen jüngsten Sohn erst im Mai 2024 in Zürich. „Es gibt keine Worte dafür, diesen Zustand zu beschreiben“, sagt er.
Neues Leben in der Schweiz
Nach dem Tod seines Vaters reiste Ali vom Iran nach Italien und kam im Oktober 2023 in die Schweiz. „Nun haben wir einen sicheren Ort gefunden“, sagt er. Seine Mutter und Geschwister sind im Iran, der jüngste Bruder noch in Afghanistan. Ali hat täglichen Kontakt zu ihnen durch Social Media. Seit Juni lebt die ganze Familie bei Peter Sutter in Buchs. Der älteste Sohn geht in den Kindergarten, Ali spielt beim FC Buchs Fußball, und Sediqa lernt Deutsch.
Kulturelle Integration
Die Familie hat sich gut eingelebt. Sediqa, eine IT-Studentin aus Kabul, besucht einen Deutschkurs und kocht afghanische Gerichte. Deutsch zu lernen ist die größte Herausforderung. Ali, Elektroingenieur, hat seine Berufsanerkennung in der Schweiz und sucht nun einen Job. Peter Sutter empfindet das Zusammenleben als bereichernd und freut sich, etwas von seinen Privilegien weitergeben zu können.
