Illegale Einreise landet vor Gericht

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Beim Grenzübergang in Mauren gingen die Asylsuchenden den Behörden ins Netz. (Bild: Bild: Tatjana Schnalzger)

Unexpected Courtroom Drama

Totally unexpected scene im Kriminalgericht: Angeklagter aus Sri Lanka, der bislang weder Kontakt aufgenommen hatte noch in Liechtenstein wohnt, taucht plötzlich auf. Mit den Worten: «Ich bin weit hergereist, weil ich das Gericht und die Liechtensteiner Rechtsordnung respektiere», überrascht er alle. Die Anklage: vier Landsleuten unrechtmäßige Einreise nach Liechtenstein ermöglicht zu haben. Trotz Fehlerbewusstsein will er freigesprochen werden, denn angeblich war ihm seine Straftat nicht bewusst.

Grenzüberquerung mit Komplikationen

Mai 2023: Der Sri Lanker holt vier Landsmänner in Feldkirch ab, um sie nach Liechtenstein zu bringen. Ohne gültige Papiere. Aufgeflogen bei einer mobilen Kontrolle. Die vier werden nach Österreich zurückgeschickt, der Angeklagte steht vorm Kriminalgericht. Seine Story: Hochzeitsvorbereitungen führten ihn zu Verwandten in Basel, eine Bekannte bat ihn, ihren Bruder abzuholen.

Verwirrende Erklärungen

Der Bruder der Bekannten schildert eine andere Version: Aus Wien kommend, wollten sie einen besseren Lebensort finden. Angeklagter beteuert Unwissenheit und gibt den vier Männern noch 50 Euro für den Weg. Sein Verteidiger plädiert auf Freispruch, Staatsanwältin fordert hohe Strafe wegen EU-Schlepperaktivitäten.

Urteil mit Probezeit

Der Kriminalgericht-Senat verurteilt den Angeklagten zu zwölf Monaten Freiheitsstrafe, auf Probezeit ausgesetzt. Der Vorsitzende betont, der Angeklagte hätte nachfragen müssen, um Probleme zu vermeiden. Urteil noch nicht rechtskräftig.

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