„High Society“ und „Underdogs“: Drei-Stufen-Schoolgame blockt Opportunities

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So läuft das mit Asya und Leon

Die 13-jährige Asya Yilmaz hat’s in Mathe voll drauf, in Deutsch hingegen eher so mittelmässig. Ihr Buddy Leon Marxer, ebenfalls 13, kratzt in Mathe gerade so an der 4, dafür killt er’s in seiner Muttersprache. Asya würde Leon easy in Mathe abziehen, wenn’s um Brüche, Dezimalzahlen oder Potenzen geht. Sie checkt die Oberschule, er ist im Gymnasium unterwegs.

Echt oder Fake?

Diese Story und die Namen sind ausgedacht, aber so unrealistisch ist das Ganze nicht. Studien sagen, dass es nicht cool ist, wenn Teenies auf Sekundarstufe in Oberschule, Realschule und Gymnasium eingeteilt werden. Das kann vor allem für Kids mit Migrationshintergrund oder aus schwierigen sozioökonomischen Verhältnissen zum Problem werden.

Was die Studien sagen

Montag hat der Think Tank Zukunft.li eine neue Studie rausgehauen. Die Ansage: Die Einteilung in die Schulen kann die Chancen für eine gute Bildung beeinträchtigen. Besonders hart trifft es oft fremdsprachige Schulkids. Die landen nämlich – im Vergleich zu ihren Leistungen – seltener im Untergymnasium als deutschsprachige.

Und die Zahlen?

Die Zahlen sagen: 40 Prozent der Oberschüler checken Mathe genauso gut oder sogar besser als die schlechtesten 20 Prozent des Untergymnasiums. Bei den Realschülern sind es 20 Prozent, die besser in Mathe sind als der Durchschnitt der Untergymnasiasten.

Was bedeutet das?

Der Report sagt, dass die Einteilungen in Oberschule, Realschule und Gymnasium oft nicht passen. Für Teenies mit Migrationshintergrund bedeutet das: Ihre Familiensprache und ihre sozioökonomische Herkunft können zu krassen Fehlern bei der Einteilung führen.

Was wird aus Asya und Leon?

Die 13-jährige Asya kann wegen der Oberschule vielleicht nicht die Zukunft haben, die sie verdient. Bei Leon sieht’s anders aus: Trotz mittelmässiger bis schlechter Leistungen wäre er in der Realschule besser aufgehoben, schafft es aber wahrscheinlich bis zur Matura und dann auf die Uni.

Was sagen die Experten?

Experten und Eltern kritisieren, dass der Wechsel in die weiterführenden Schulen zu früh passiert. In Liechtenstein ist das schon mit 11 Jahren der Fall. Das ist zu früh, um die Leistungsfähigkeit von Kids verlässlich vorauszusagen. So wird die soziale Ungleichheit zementiert.

Und was jetzt?

Um das Ganze zu verbessern, empfiehlt die Stiftung Zukunft.li, das dreigliedrige Schulsystem aufzulockern. Je durchlässiger das Bildungssystem ist, desto grösser ist die Chance, dass Fehlzuordnungen korrigiert werden.

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