Harry Quaderer: „Unser Landesspital als Solo-Act – Das ist der Weg ins Chaos“

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Gesundheitsminister Manuel Frick (links) und Harry Quaderer vom Referendumskomitee (rechts) beim Videoduell unter Moderation von «Vaterland»-Redaktor David Sele. (Bild: Marco Ritter)

Spital-Drama in Liechtenstein: Quaderer gegen Frick

Harry Quaderer, Ex-Landtagsabgeordneter und Mitglied des Referendumskomitees, zeigt sich als toughen Gegner eines Neubaus des Landespitals. Mit nem fetten „Nope“ zu einem Extra-Credit von sechs Millionen Franken, zieht er die Bremse. Er betont jedoch, dass er kein Spital-Hater ist und den Volksentscheid von 2019 voll akzeptiert. „Das Landesspital als Insellösung wird ins Verderben laufen“, warnt Quaderer.

Gesundheitsminister Manuel Frick bleibt cool und schießt zurück: „Es gibt keine Mauer entlang des Rheins.“ Er hebt die tighte Zusammenarbeit und die Notwendigkeit von Kooperationspartnern hervor. Mit Grabs und dem Kantonsspital St. Gallen will er sich allerdings nochmal an einen Tisch setzen und weitere Kooperationsmöglichkeiten checken.

Quaderer hingegen kontert: „Als Mauro Pedrazzini und der ehemalige Stiftungsratspräsident Michael Ritter die Leine zu St. Gallen gekappt haben und nach Chur sind, haben sie einen Flurschaden hinterlassen.“ Er drängt darauf, die Chance zu nutzen, da St. Gallen offen für Zusammenarbeit ist.

Frick warnt allerdings, dass solche Aussagen nicht gerade teambuilding-fähig sind. Er betont die wichtige Rolle des Spitals Grabs und dass Liechtenstein auch mit anderen Institutionen am Start ist. Quaderer will aber mehr und fordert abgestimmte Leistungen mit Grabs.

Frick bleibt standhaft und lehnt eine gemeinsame Spitalplanung ab. „Liechtensteiner Patienten haben in fast allen Bereichen eine Wahlmöglichkeit. Das ist einer der wichtigsten Pfeiler unseres Gesundheitswesens.“ Er ist überzeugt, dass Liechtenstein einen eigenen Grundversorger behalten sollte, um auf Entwicklungen reagieren zu können.

Quaderer bleibt kritisch und warnt: „Wir sind ein Dorfspital. Für das Geld und das Angebot werden die Fallzahlen und damit unweigerlich die Qualität nicht stimmen.“ Ein Ja am 16. Juni würde einen Entscheid zementieren, der sich in ein paar Jahren als ruinös herausstellen könnte.

Frick bleibt jedoch optimistisch: „Egal welches Spital wir wollen, wir brauchen eine neue Infrastruktur.“

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