Handwerker haelt die Nadel weniger steil

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(Bild: Rotationsmaschinen wie im Bild sind viel leiser als die klassischen Spulenmaschinen mit ihrem surrenden Geräusch.)

New Tattoo-Vibes in Nendeln

In der Kunstschule Liechtenstein läuft statt Ton und Kupferdruck jetzt Tattoo-Action. Der neue Tätowierkurs wurde direkt overrun, alle drei Durchgänge sind full booked. Ronja übt auf Kunsthaut aus Silikon, noch keine offizielle Tätowiererin, aber mit eigener Maschine am Start.

Scene-Veteran übernimmt das Teaching

Initiator ist Dietmar Gassner, aka Tattoo-Dydy. Sein Ziel: mehr Nachwuchs im Land. «Wir haben nicht gerade viel Nachwuchs. Es wäre doch schön, wenn es jemanden aus Liechtenstein geben würde, der tätowiert», sagt er vor Kursbeginn. Gleichzeitig kritisiert er: «In Liechtenstein und der Schweiz kann grundsätzlich jeder ein Studio eröffnen, auch jene, die nicht tätowieren.» Und weiter: «Es gibt keine offizielle Ausbildung, keine Meisterprüfung. Das führt dazu, dass viele ohne ausreichendes Wissen anfangen zu tätowieren.»

Back to Basics und Oldschool-Style

Im Kurs teach Dydy pure Basics: Machine-Handling, Nadeldicken, Shading, Flächen. Neun Angemeldete, meist jung, schwarz gekleidet, already heavily inked, mit Lines wie «All Monsters are Human». Vorlagen: «Old School Tattoos», wieder voll im Trend. Zu Ronja meint Dydy: «Die Konditorin! Die sind einfach kreativ und geschickt mit den Händen.» Ein Folgekurs ist schon geplant – Start Mai 2026.

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