Politik der kleinen Schritte
Im Sommer 2020 wurde der Ausbau der Eisenbahninfrastruktur in Liechtenstein abgelehnt. Brigitte Haas, ehemals LIHK-Geschäftsführerin und nun Regierungschefkandidatin der VU, bleibt überzeugt, dass der Doppelspurausbau der Bahnstrecke Feldkirch-Buchs die Verkehrsprobleme gelindert hätte. Haas betonte in einer VU-Veranstaltung, dass kleinere, gezielte Lösungen wie die flexible Spurbewirtschaftung auf der Rheinbrücke Vaduz-Sevelen erfolgversprechender sind.
Verkehrsnotwendigkeit vs. Verbotspolitik
Haas unterstrich die Wichtigkeit des «notwendigen Verkehrs», der fließen muss, wie Handwerker oder Schüler. Georg Sele vom Verkehrsclub Liechtenstein stimmte zu, dass der nicht notwendige Individualverkehr reduziert werden sollte. Karlheinz Ospelt, ehemaliger Bürgermeister, kritisierte Haas‘ Ansatz als Verbotspolitik und betonte: «Das geht nur in einer Diktatur.»
Kleine Schritte oder große Würfe?
Unternehmer Gert Risch bezeichnete die «Politik der kleinen Schritte» als «Pflästerlipolitik» und forderte eine Umfahrungsstraße, ein altes Projekt aus den 70er-Jahren. VU-Kandidat Hubert Büchel plädierte für Anreize statt Verbote und zielgerichtete Maßnahmen, wobei Emanuel Schädler ergänzte, dass größere Projekte vom Volk ausgehen sollten.
