Parteien-Funding-Drama im Mini-State
Im Landtag gab es erneut Polit-Drama rund um Transparenz bei Parteispenden. Die Demokraten pro Liechtenstein (DpL) wollten ein Switzerland-like System: Spenden über 10’000 Franken pro Jahr sollten mit Name und Adresse der Donors offengelegt werden, sonst Penalties. Die Mehrheit blockte: 11 Ja versus 14 Nein, damit ist die Initiative gecrasht.
Big Player vs. Underdogs
DpL und Freie Liste (FL) waren komplett on board, FBP und VU eher im Hard-No-Modus. DpL-Sprecher Thomas Rehak kritisierte: «Sie können nicht zuerst für Transparenz sein und sich dann dagegen aussprechen, sobald sie darin einen Nachteil für ihre Partei erkennen.» VU-Mann Thomas Vogt nannte die Vorlage: «total unliechtensteinisch. Es ist eine Abkehr von der Wahrung der Privatsphäre hin zu totaler Transparenz.»
Privacy, Pressure und Trust Issues
FBP-Politikerin Nadine Vogelsang verwies auf den Small-State-Faktor: «Wir leben in einem Kleinstaat, wo jeder jeden kennt.» FL-Vertreterin Manuela Haldner-Schierscher hielt dagegen: «Wer grössere Beträge in eine Partei oder einen Wahlkampf investiert, erwartet Zugang, Gehör und Repräsentation.» Trotz regelmässiger Kritik durch Greco bleibt es beim Status quo – transparente Parteispenden sind vorerst off the table.
