Gleichberechtigung für Frauen steht auf der Stelle

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Die Mitautorinnen des Schattenberichts Annemarie Grünig

Gleichstellung in Liechtenstein: Stillstand oder Fortschritt?

Liechtenstein hat noch ordentlich Nachholbedarf in Sachen Gleichstellung. Der Schattenbericht von NGOs und dem Verein für Menschenrechte zeigt, dass es beim Thema Gender-Equality auf politischer, wirtschaftlicher und sozialer Ebene nicht wirklich vorangeht. Die UNO-Expert*innen schauen genau hin und geben Tipps, wie Liechtenstein seine Hausaufgaben besser machen kann.

Politik und Gesellschaft: Wo bleibt die Action?

Claudia Heeb-Fleck, Co-Autorin des Berichts, beklagt: „Es fehlt an der Prioritätensetzung für die Gleichstellung.“ Obwohl die Regierung an einer Strategie arbeitet, bleibt diese noch in der Warteschleife. Besonders bei der Care-Arbeit und häuslicher Gewalt fehlt es an Daten, um die Lage der Frauen zu checken. Mehr Frauen als Männer machen unbezahlte Care-Jobs, was ihnen oft finanziell schadet. Der Bericht verlangt bessere Absicherung und staatliche Unterstützung.

Rechtliche Lücken und Forderungen

Auch bei der Istanbul-Konvention gibt’s Baustellen: Nicht alle Formen häuslicher Gewalt sind strafbar. Der Bericht will klare rechtliche Definitionen und mehr Prävention. Schwangerschaftsabbrüche sollen entkriminalisiert und der Zugang verbessert werden. Der komplette Bericht ist online beim Verein für Menschenrechte verfügbar.

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