Oldschool-Müll unter Top-Sportanlage
Unter dem Fussball- und Leichtathletik-Hotspot Rheinwiese in Schaan liegt eine Deponie aus den 1950ern – voll mit Kehricht, Bauschutt und Industrieabfällen. Untersuchungen beim Parkplatz West zeigen Material mit «hohem, zum Teil dem höchsten Schadstoffgehalt (Typ E+)». Der Standort ist jetzt offiziell als belastet im Kataster eingetragen. Laut Bericht sei «eine Sanierung nicht notwendig», das Amt für Umwelt sieht «derzeit keine Massnahmen» als nötig.
Gemeinderat geht in Cleanup-Mode
Die Baukommission will trotzdem Action. Der Gemeinderat entschied mehrheitlich, den Spot zu «aufräumen» und Material zu entfernen, «das nicht dorthin gehört». Ziel ist, «Verantwortung zu übernehmen» und den Ort der nächsten Generation «sauber zu hinterlassen». Begründung: «Geld ist vorhanden, auch wenn nur ein sehr geringes Risiko besteht».
Big Money, bigger Picture
Die Sanierung wird auf 11,1 Millionen Franken geschätzt, Subventionen sind unklar: «Ob das Land gewillt oder berechtigt ist, auch ohne Sanierungsnotwendigkeit, eine 30%-Subvention beizusteuern, ist nicht abschliessend beantwortet.» Insgesamt stehen in Schaan rund fünf belastete Standorte an; eine «rudimentäre Schätzung» nennt «circa 80 bis 100 Millionen Franken» für ein komplettes Altlasten-Cleanup.
