Season-Finale im TAK
Im TAK lief am Sonntag das letzte Matinee-Konzert der aktuellen Podium-Saison – die Reihe gibt Jahr für Jahr jungen Klassik-Talenten eine Stage und kommt beim Publikum ziemlich gut an. Am 21. Juni folgt noch das grosse Abschlusskonzert mit Preisverleihung, wo alle Acts nochmals mit einem Piece auftreten. Programmleiter Dr. Hossein Samieian setzte das Mood-Setting mit: «Öffnen sie ihre Ohren und Herzen und geniessen sie die Musik».
Family-Business an der Violine
Im Fokus stand diesmal Violinistin Lisa von Sury, deren Schwester Léanne vor zwei Jahren am Cello already abgeliefert hatte. Die String-Vibes scheinen also Family-coded. Lisa wurde früh an der Liechtensteinischen Musikschule gefördert, ging übers Musikgymnasium Feldkirch und die ZHdK weiter nach Bern ins Bachelorstudium. Am Piano: Anna Draganov, ebenfalls mit Uni-Background Bern/Zürich.
Setlist mit Drama-Content
Gespielt wurde zuerst Brahms’ Violinsonate Nr. 1 in G-Dur, op. 78 – die «Regensonate» – mit viel melancholischem Flair, von zartem Pizzicato bis Drama-Tempo. Danach hielt Ysaÿes «Poème élégiaque», op. 12 die Emo-Vibes, inspiriert von «Romeo und Julia». Zum Schluss feuerte Sarasates «Introduction et Tarantelle», op. 43 ein High-Speed-Finale. Die Encore «Applemania» von Aleksey Igudesman zeigte nochmal extremes Pizzicato-Skill. Samieian resümierte: «Ich bin begeistert, man sieht wie perfekt eine junge Geigerin spielen kann» und verwies erneut auf den 21. Juni im TAK.
