Gedanken an die Kids, die keiner vermisste

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Künstler Manfred Bockelmann im Gespräch mit Benjamin Koeck (Präsident des Vereins der Freunde von Yad Vashem)

Geburt in düstere Zeiten

Manfred Bockelmann, geboren 1943, hatte Glück: Wohlhabend aufgewachsen, blieb ihm die NS-Euthanasie erspart. Doch aus Scham vor seiner Elterngeneration startete der Bruder von Udo Jürgens ein Projekt, das den jüngsten Holocaust-Opfern Gesichter gibt.

Zeichnen gegen das Vergessen

Seit über zehn Jahren zeichnet Bockelmann Kohleporträts von Kindern und Jugendlichen, die in den Vernichtungslagern starben. Über 150 Werke sind entstanden, aktuell im Schulzentrum Unterland in Eschen ausgestellt. „Ihre Eltern waren schon tot. Sie hatten niemanden mehr, der um sie getrauert hat, und ich möchte, dass für sie Tränen vergossen werden“, so Bockelmann am 20. Holocaust-Gedenktag in Liechtenstein.

Erinnerung für die Zukunft

Die Veranstaltung, organisiert von der Regierung und dem Verein der Liechtensteiner Freunde von Yad Vashem, betonte die Einbindung der Jugend. Benjamin Koeck betonte, „Nie wieder“ habe angesichts aktueller Konflikte neue Dringlichkeit erlangt. Regierungsrätin Dominique Hasler mahnte: „Der Holocaust hat gezeigt, was passiert, wenn nicht schnell genug gehandelt wird.“ Die Ausstellung läuft bis zum 14. Februar, mit Führungen und Angeboten für Schulklassen.

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