Gauer muss seine Game-Time dieses Jahr frühzeitig canceln

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Peinlicher Saisonstart für Skifahrer Nico Gauer

Der 27-jährige Nico Gauer hatte sich sicherlich einen anderen Start in die Skisaison 2023/24 erhofft. Nachdem er sich von einer Verletzung erholt hatte, wollte er im morgigen Lauberhornrennen wieder voll durchstarten. Aber es scheint, als hätte der Dude aus Balzner nicht nur bei den Rennen in Wengen Pech, sondern der Winter ist wohl komplett im Eimer für ihn. Der Kerl musste sich am Dienstag erneut einer OP unterziehen und es ist safe, dass diese Saison für ihn vorzeitig zu Ende ist. Es ist wieder dieser verdammte Rücken, der ihn downbringt.

Gauers Leidensweg

Gauers Leidensweg startete schon im April 2023, als er sich einer Operation an der Bandscheibe unterziehen musste. Die Bandscheibe hatte ihn schon ne Weile genervt und dank Physio und Chiropraktik konnte er ohne Stress Ski fahren und die Saison im Weltcup beenden. Dabei schnappte er sich im letzten Rennen den sechsten Platz im Super-G in Aspen, sein bisher stärkstes Ergebnis. Aber nach der Schweizer Meisterschaft war Game Over, was zu einem massiven Kraftverlust in seinem linken Bein führte. Ein MRI und eine weitere OP waren nötig.

Training führt zu erneuten Problemen

Nach der OP im April sollte der Aufbau für diese Saison starten. Erste Tage im Schnee sahen gut aus, aber dann kam der Herbst und der nächste Rückschlag. Die Bandscheibe, die im April operiert wurde, zickte wieder rum. Im Gegensatz zum Frühjahr wurde zunächst auf eine weitere OP verzichtet und Wengen als Startpunkt für sein Comeback ausgewählt. Aber am Montag wurde klar, dass daraus nichts wird. „Ich war nie ganz symptomfrei. Es war mal besser und mal schlechter. Im Training am Montag ist es eingefahren und dann ist nichts mehr gegangen. Es ist alles taub geworden, das Bein hat angefangen zu kribbeln und in der Wade hatte ich keine Kraft mehr. Ich hatte wieder Lähmungserscheinungen. Das MRI hat gezeigt, dass die Bandscheibe wieder rausdrückt“, erzählt Gauer. Anscheinend war die Verletzung aus dem Herbst nicht komplett geheilt. Jetzt haben die Docs in St. Gallen erneut einen Teil seiner Bandscheibe entfernt. „Es war recht entzündet, und vernarbt. Der Körper hat es nicht abgebaut. Dann hat es auf den Nerv gedrückt und durch die steigende Belastung hat es stärkere Symptome ausgelöst“, sagt Gauer.

Gauer setzt auf längere Reha

Gauer sollte die Klinik in St. Gallen heute oder morgen verlassen können. Psychisch muss er den erneuten Rückschlag erst mal verdauen, auch wenn er schon wieder in die Zukunft schaut. Da diese Saison sowieso gelaufen ist, kann er sich jetzt voll auf seine Genesung und den Aufbau für den nächsten Winter konzentrieren. „Ich werde mir dieses Mal mehr Zeit lassen und mehr Wochen geben, in denen ich nichts mache. Dann werde ich die Belastung langsam steigern, damit auf die nächste Saison alles wieder passt. Im Frühling habe ich mich nicht gestresst, aber es ist doch alles zügig gegangen“, reflektiert Gauer. Der Wiederaufbau wird also vorsichtiger angegangen. Für die nächste Saison sollte er dann die Vorbereitung wieder voll durchziehen können, um diese Saison zu vergessen und im nächsten Winter wieder voll durchstarten zu können.

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