Thronfolge-Update
Das Hausgesetz der Fürstenfamilie regelt, wer Liechtensteins Staatsoberhaupt ist – und bleibt eigentlich ausserhalb der Landtags-Entscheidung. Trotzdem wurde die Änderung dem Parlament erstmals zur Kenntnis gebracht.
Firstborn-Rule statt Boys-Only
Erbprinz Alois hatte am Staatsfeiertag die Neuregelung verkündet: Ab der nächsten Generation übernimmt jeweils das erstgeborene Kind, unabhängig vom Geschlecht. Damit können künftig auch Fürstinnen regieren. Weibliche Familienmitglieder erhalten zudem dieselben Stimmrechte in Hausangelegenheiten wie männliche Mitglieder.
Mehr Transparenz im Royal-Game
Landtagspräsident Manfred Kaufmann erklärte: «Die Möglichkeit, das erstmals eine Frau an der Spitze unseres Landes stehen kann, erachte ich als sinnvoll und wichtig». Sein Fazit: «Die Novelle verbindet Tradition und Weiterentwicklung.»
Künftig muss das Fürstenhaus Landtag und Regierung über staatsrechtlich relevante Änderungen informieren, etwa bei Verzicht auf die Thronfolge. Kaufmann sagte: «Diese Informationspflicht erachte ich als sinnvoll, weil sie mehr Transparenz schafft». FBP, VU und DpL stimmten zu; die FL äusserte sich nicht.
