Feuerwerk-Drama in Ruggell
Der Ruggeller Gemeinderat hat nach einer wilden Silvesternacht beschlossen, dass gemeindeinterne Regeln gegen Feuerwerk nichts bringen. Stattdessen will man die Bewohner durch verschiedene Kanäle aufklären. Auch die Regierung wurde um Hilfe für eine landesweite Lösung gebeten, doch das Ministerium sagt: „Keine Rechtsetzungskompetenz des Landes ersichtlich.“ Die Verantwortung liegt bei den Gemeinden.
Gesetzeslage bleibt starr
Das Ministerium betont: „Eine flächendeckende Einschränkung oder ein Verbot von privaten Feuerwerken liegt nach wie vor nicht in der Kompetenz des Landes.“ Die Gemeinden müssen selbst entscheiden, wie sie mit der Problematik umgehen, da Umwelt- und Naturschutzgesetze hier nicht greifen.
Vorsteherkonferenz im Gespräch
Ruggell plant, das Thema bei der Vorsteherkonferenz zu diskutieren. Das Ministerium unterstützt die Idee, die Bevölkerung zu informieren, und ermutigt Gemeinden zur Zusammenarbeit.
Schweiz: Initiative in der Warteschleife
In der Schweiz bleibt das Feuerwerksthema ebenfalls „explosiv“. Eine Initiative mit 137.193 Unterschriften wurde eingereicht, doch der Bundesrat empfiehlt, sie abzulehnen. Viele Gemeinden, wie Davos und Laax, haben bereits Verbote erlassen.
Gemeinden setzen Zeichen
Davos hat 2020 als erste Gemeinde ein Feuerwerkverbot eingeführt. Andere folgten, darunter Sargans, wo Feuerwerke nur noch am 1. August erlaubt sind. Gebühren für Ausnahmegenehmigungen sind fällig, je nach Eventgröße.
