Die Jungs vom FC Vaduz sind ziemlich down, mit nur 18 Punkten aus 18 Spielen. Sie sind weit entfernt von den Top-Positionen und ihren eigenen Ansprüchen. Im August und September lief es noch fresh mit vier Siegen und einem Remis, sogar zwei Mal haben sie richtig abgeliefert.
Abwärtsspirale Time
Dann kam der Crash und eine Pechsträhne von elf Spielen ohne Sieg. Die FCV-Guys hatten nicht den nötigen Biss und Coolness. Viele späte Gegentore, verpatzte Elfmeter, eigene Fehler oder Pech mit den Alu-Treffern haben oft den Lohn für ihre Performance verhindert. Sportchef Franz Burgmeier war sich sicher: «Es ist viel zusammengekommen und wir haben nicht gewonnen, wo wir es hätten sollen. Es hat sich extrem summiert und in diesem Ausmass habe ich es noch nicht erlebt.» Das «Vaterland» checkt jetzt die größten Fails aus diesen elf Spielen ohne Sieg.
Die Fails
2:3-Pleite in Aarau am 25. September
Die Pechsträhne vom FCV startete mit der Niederlage in Aarau. Sie lagen schon zwei Tore vorne, kriegen das Spiel aber nicht in den Griff. Liridon Berisha lenkte den Ball ins eigene Tor. Ryan Fosso hatte den Sieg auf dem Fuss, entschied sich aber für den Querpass und verpasste die Chance. Die Gastgeber machten im Gegenzug das siegbringende Tor. Trotz einer 2:0-Führung musste der FCV noch die Niederlage einstecken.
1:1-Unentschieden gegen Thun am 1. Oktober
Bis zur 88. Minute waren sie gegen den damaligen Tabellenführer vorne. Nach einem Eckball bekam die FCV-Abwehr den Ball nicht raus und Koro Koné nutzte seine Chance zum späten Unentschieden. Fabrizio Cavegn verpasste vorher die Chance auf das 2:0.
0:1-Klatsche am 6. Oktober in Schaffhausen
Gerade gegen Vaduz gelang dem FC Schaffhausen der erste Saisonsieg. Trotz vieler top Chancen schoss der FCV kein Tor. Fehr, Emini und Hadzi scheiterten alle an der Latte. Drei Alu-Treffer in einem Spiel sind echt selten.
2:2-Remis gegen Aarau am 22. Oktober
Der FCV holte einen 0:2-Rückstand auf und sicherte sich einen Punkt. Aber wieder war die Torumrandung der Spielverderber. Erst war der Pfosten im Weg, als es Golliard per Freistoss probierte. In der Nachspielzeit scheiterte Cicek bei seinem Elfmeter auch am Pfosten, es blieb beim Remis statt dem Sieg.
1:2-Niederlage in Thun am 29. Oktober
Die frühe Führung durch Fehr brachte Vaduz keine Sicherheit. Trotz Unterlegenheit wäre ein Remis möglich gewesen. Das zweite Gegentor kassierten sie erst in der Nachspielzeit nach einem Eckball. Statt einem Punkt stand das Team von Stocklasa wieder mit leeren Händen da.
1:2-Niederlage gegen Baden am 5. November
Fehr brachte Vaduz früh in Führung. Sie wollten nachsetzen, aber die Latte spielte wieder Spielverderber. Golliard und Cavegn scheiterten beide am Aluminium. Ein Kopfball ging zum Ausgleich ins Tor. In der 84. Minute kassierten Vaduz noch das 1:2. Trotz deutlichem Chancenplus und Überlegenheit setzte es die Pleite gegen den Aufsteiger.
3:3-Unentschieden in Sion am 10. November
Vaduz führte bis zur 89. Minute 3:1 und waren sogar die ganze zweite Halbzeit einen Mann mehr. Aber sie schafften es nicht, den Sieg zu holen, da sie noch zwei Gegentreffern kassierten. Beim Ausgleichstor prallte der Ball vom Pfosten an den Rücken von Büchel und von dort über die Linie. Das erste Gegentor hatte Isik mit einem Aussetzer eingeleitet.
2:2-Remis gegen Wil am 24. November
Cavegn und Fehr scheiterten freistehend vor dem Torhüter. Golliard haute den Ball nur an den Querbalken. Trotzdem sah es nach einem FCV-Sieg aus, als Lars Traber das 2:1 machte. Aber Abwehrkollege Berisha machte den Spielverderber und schoss in der 87. Minute unbedrängt ins eigene Tor. Die Serie an späten Gegentreffern setzte sich fort.
1:1-Remis in Neuchâtel am 1. Dezember
Mit dem Punkt gegen Xamax musste der FCV zufrieden sein. Bitter war nur, dass die eigene Führung nur drei Minuten hielt und Cavegn in der Nachspielzeit eine Chance vergeigte.
0:1-Pleite in Nyon am 8. Dezember
Die erste Halbzeit gegen Stade Nyonnais war das schlechteste, was der FCV in dieser Saison gezeigt hat. Schon in der 4. Minute fiel der einzige Treffer. Vaduz scheiterte auch am eigenen Unvermögen, weil Golliard einen Elfmeter nicht verwandelte.
1:2-Niederlage gegen ACB am 17. Dezember
Die Heimniederlage gegen die AC Bellinzona war verdient, sie mussten die Winterpause als Tabellenachter und mit elf Spielen ohne Sieg in Serie angehen. 18 Punkte aus 18 Spielen sind für die eigenen Ansprüche viel zu wenig.
